Bemerkenswerter Entscheid: SRF ohne Terror-Sondersendung

blackDas Schweizer Fernsehen habe nach dem grausamen Terroranschlag am Dienstagabend in Manchester am Dienstagmorgen „bewusst“ auf eine Sondersendung verzichtet. Das erklärt der Fernseh-Chefredaktor Tristan Brenn nach einer entsprechenden Anfrage eines Zuschauers. Der Terror brauche „den medialen Ausnahmezustand, um seine volle Wirkung zu entfalten“. Erst dieser sorge dafür, dass sich „Angst und Schrecken weit über den Anschlagsort hinaus verbreiten und in den Köpfen von uns allen einnisten“. Darum habe man entschieden, „kein noch grelleres Scheinwerferlicht auf den Ort des Schreckens“ zu werden, „es wird grell genug sein in unseren regulären Sendungen“.

ARD und ZDF entschieden anders
Ganz anders entschieden sich dagegen die öffentlich-rechtlichen TV-Stationen in Deutschland. ARD und ZDF hievten diverse Sondersendungen ins Tages- und Abendprogramm am Dienstagabend. Der Verzicht auf eine Sondersendung am Dienstagmorgen will das Schweizer Fernsehen allerdings nicht als neue ungeschriebene Regel verstanden wissen. „Unser Entscheid (…) heisst nicht, dass wir es in Zukunft immer so machen. Es gilt nach wie vor, jedes Ereignis einzeln zu prüfen“.

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Steffi Buchli nimmt Abschied, Hans Meiser macht Pause

eishockey2Steffi Buchli verabschiedet sich mit WM-Final. Das Abschiedsgeschenk des Schweizer Fernsehens für ihren langjährigen Einsatz als Sportmoderatorin ist die Moderation des Eishockey WM-Finals am nächsten Sonntag. Steffi Buchli war seit 2003 in verschiedenen Funktionen in der Sportabteilung des Schweizer Fernsehens tätig. Im Sommer wird sie ihren neuen Job als Programmleiterin, Moderatorin und Testimonial zum neuen Schweizer Sportsender „MySports“ gehen. Im Interview mit dem Bluewin-Portal spricht Buchli über ihre Gefühle und Gedanken so kurz vor ihrem SRF-Abschied. Sie freue sich auf die letzten Sendungen, spüre aber auch Vorfreude und Wehmut. Ihren Wechsel-Entscheid habe sie nicht bereut. +++

Böhmermann suspendiert Hans Meiser. Der ehemalige RTL-Moderator hatte in den letzten Jahren immer wieder kurze Auftritte im Neo Magazin Royale als „der kleine Mann“, eine humoreske Variante des deutschen Wutbürgers, der im Anspitzer auf dem Schreibtisch von Jan Böhmermann sitzt. Daneben trat Meiser als „Bundespräsident Hans Meiser-Steinmeiser“ bei Jan Böhmermann auf. Damit ist vorerst Schluss. Das Neo Magazin-Team verordnet Meiser eine Zwangspause. Hintergrund sind die Auftritte des TV-Moderators auf einer Webseite, wo sogenannte Verschwörungstheorien verbreitet werden. Das Neo Magazin nimmt auf seiner Facebookseite humorvoll Stellung zur Causa Meiser und erklärt, er dürfe wieder zurückkehren, sobald er „herausgefunden hat, wer wirklich hinter dem 11. September steckt, ob die Erde hohl ist und die Amerikaner tatsächlich auf dem Mond gelandet sind oder wenn Michael Mittermeier, der Bürgermeister von Mannheim und Xavier Naidoo öffentlich ein gutes Wort für ihn einlegen“. Auch der Hashtag der Woche beim Neo Magazin Royale bezieht sich auf den Fall Meiser, er lautet #freimeiserloge. +++

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BaZ spart, SRF tanzt, Harald schreibt

zeitungsstaenderhochWoZ mit Details zum BaZ-Sparprogramm. Die Basler Zeitung müsse 1,5 Millionen Franken sparen, knapp 30 Mitarbeitende würden ihren Job verlieren, schreibt die Wochenzeitung. Das entspreche einem Abbau von 13 Stellen. Ende Februar seien seien acht VerlagsmitarbeiterInnen entlassen worden, einen Monat später zwanzig Mitarbeitende im Layout und der Produktion. Die Gewerkschaften sprechen von einer Massenentlassung, die Vertreter des Unternehmens bestreiten dies. Die Gewerkschaft Impressum suche aber weiterhin das Gespräch mit der BaZ. +++

SRF lässt Promis an-tanzen. Nach Tanz-Shows wie „Let’s Dance!“ bei RTL, „Got To Dance“ bei ProSieben oder „Dancing Stars“ im ORF versucht sich nun auch das Schweizer Fernsehen an einer helvetischen Version einer TV-Tanzshow. „Darf ich bitten?“ wird am Samstag, 20. Mai ausgestrahlt. Moderiert wird die SRF-Tanzshow von Sandra Studer. Promis wie Fabienne Louves oder Maja Brunner das Tanzbein schwingen. +++

Comeback für Harald Schmidt? Der ehemalige Late Night-Talker könnte bald seine Rückkehr in die Medienwelt feiern – als Kolumnist bei der neuen bezahlpflichtigen News-App „Spiegel Daily“, die „Mitte des Jahres“ starten soll. In einem Gastbeitrag bei Spiegel Online haut Dirty Harry schonmal testweise in die Tasten. Unter dem Artikel kann die Leserschaft abstimmen, ob Harald Schmidt bei „Spiegel Daily“ sein Medien-Comeback feiern soll. +++

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Telebasel-Chef geht, Morgenshow ohne Mona

Dominik Prétôt verlässt Telebasel. Ende Mai gebe er seinen Posten ab, heisst es in einer Mitteilung der Stiftung Telebasel. Prétôt war seit 2008 in der Geschäftsleitung des Lokalsenders, seit 2014 CEO. Als Geschäftsführer der Stiftung Telebasel bleibe Prétôt dem Sender erhalten. Als CEO springe vorübergehend Stifungsrats-Mitglied Michael Bornhäusser ein. Wer die definitive Nachfolge übernehme, sei noch unklar. +++

Mona Vetsch verlässt Morgenshow. Seit 2000 begleitete Vetsch die Hörerschaft durch den Morgen, nun ist nach rund 1500 Sendungen Schluss. Am Freitag, 23. Juni wird Mona Vetsch zum letzten Mal in der Morgensendung von SRF 3 zu hören sein. Ab 2018 ist die Radiopause bereits wieder zu Ende. Im nächsten Jahr werde sie mit einer wöchentlichen Sendung wieder ins Radioprogramm zurückkehren. Ihre Nachfolge in der Morgenschicht übernimmt ab September Tina Nägeli. +++

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“Republik” mit Blitzstart, Büssi ohne Bachelor

„Republik“ legt Blitzstart hin. Die neue, geplante News-Plattform „Republik“ hat bereits am ersten Tag ihres Crowdfundings ihr finanzielles Ziel bereits erreicht. Seit dem Start des Crowdfundings am Mittwochmorgen sind bisher 1,2 Millionen Franken zusammen gekommen, 3000 Personen haben dem Projekt ihre Unterstützung zugesagt. In einer Email bedanken sich die Initianten bei den Unterstützern „für Ihren Mut, Ihre Schnelligkeit, für ihr Vertrauen“. „Republik“ soll aus 10 Redaktionsmitgliedern bestehen und Anfang 2018 online gehen. +++

Büssi beendet Bachelor und kommentiert ESC. Nach fünf Staffeln hat Moderator und Comedian Stefan Büsser genug vom Bachelor und der Bachelorette bei 3+. Mit der seit Montag laufenden Staffel der Bachelorette endet auch Büssis humoristische Zusammenfassung der Sendung. „Die Sendung wird leider nicht mehr origineller, und darum höre ich auf, bevor man über mich dasselbe sagt“, so Büsser gegenüber dem Blick. Dafür kommentiert Stefan Büsser in diesem Jahr für SRF den Final des Eurovision Song Contest, an seiner Seite Comedian-Kollege Micky Beisenherz. +++

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„Ironie ist immer noch illegal“: Böhmermann im US-TV

Jan Böhmermann hat sich vermutlich einen Kindheitstraum erfüllt: einmal in einer US Late Night-Show zu Gast sein. In der Nacht auf Dienstag war der deutsche TV-Moderator zu Gast in der Late Night-Show von Seth Meyers. Dort wurde er vollmundig als „Seth Meyer of Late Night German TV“ angekündet. Der Auftritt wurde ein kurzer fünfminütiger Plausch zwischen Böhmermann und Meyers, der nach ein paar Sticheleien gegen Trump und die „humorlosen Deutschen“ in einer Einladung von Böhmermann an Meyers mündete, doch mal beim Neo Magazin Royale in Deutschland vorbeizuschauen. Per Twitter hat Böhmermann bereits angekündet, am Donnerstag in seiner Sendung eine Art Best-Of seiner USA-Reise zu zeigen.

Die deutsche Presselandschaft konnte sich für den kurzen und sympathischen Auftritt Böhmermanns nicht wirklich erwärmen. Der „schmalschultrige Junge aus Bremen“ habe „belanglose Witzchen“ abgeliefert, ätzt „Die Zeit“.  Und der „Spiegel“ urteilt, Böhmermann habe „charmant, aber nicht lustig“ gewirkt. Die „Welt“ dagegen verteilt Stilnoten, Böhmermann sei der „am besten angezogene männliche Gast des Abends“ gewesen, „im klassisch blauen Anzug. Schön.“

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Neuer TV-Sender Swiss 1, welsche Satireshow im SRF

tvbildschirmblau2Neuer TV-Sender für die Schweiz. Swiss 1 geht bereits am 8. Juni auf Sendung. Gezeigt werden sollen Schweizer Eigenproduktionen aus Unterhaltung und Sport, Dokumentationen aus dem In- und Ausland und Portraits von interessanten Persönlichkeiten. Erste Programm-Highlights sind das Nordostschweizer Schwingfest am 18. Juni in Davos und das Bergkranzfest von der Schwägalp. Beide Events zeigt Swiss 1 in voller Länge live. +++

Neuer UPC-Sportsender kommt am 20. April. Am sogenannten „Chance Day“ am Donnerstag schaltet die UPC ihren neuen Sportsender MySports im Kabelnetz auf. Ausserdem werden die TV-Sender Toggo Plus und Channel 55 ins Programm gehievt. Um in den Genuss der neuen Sender zu kommen, müsse die UPC die Senderreihenfolge „anpassen“, heisst es in einer Email an die Kundschaft. +++

Welsche Satireshow im SRF. Das Schweizer Fernsehen wagt den Sprung über den Röstigraben und hievt die RTS-Satiresendung „26 Minutes“ ins Programm von SRFzwei. Dort soll das Format in französischer Sprache und mit deutschen Untertiteln am späten Samstag- und Montagabend ausgestrahlt werden. Das Experiment dauert vorerst bis Juni. +++

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Reto Scherrer wird neuer „Samschtig-Jass“-Moderator

tvbildschirmblau2Die Kollegen vom Klein Report meldeten es schon letzten Dezember, nun hat das Schweizer Fernsehen endlich den Vollzug vermeldet: Reto Scherrer wird neuer Moderator des „Samschtig-Jass“. Am 28. August wird der Radio- und TV-Moderator Nachfolger von Monika Fasnacht . Diese „konzentriere sich“ auf die Sendung „Tiergeschichten“, wie es in einer Mitteilung des Schweizer Fernsehens heisst. Scherrer werde neben dem „Samschtig-Jass“ den Zuschauern aber auch in den beiden Ablegern „Donnschtig-Jass“ und „Kilchspergers Jass-Show“ erhalten bleiben. Auch bei Radio SRF 1 wird er weiterhin zu hören sein. Apropos Radio: besonders stolz über Scherrers neuen TV-Job zeigt sich Radio Top. Beim Ostschweizer Privatsender war Scherrer jahrelang als Redaktor und Moderator tätig.

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Franz C. Widmer ist tot, Star TV startet zweiten Kanal

blackFranz C. Widmer ist tot. Der langjährige Chefredaktor der Basellandschaftlichen Zeitung sei am Karfreitag im Alter von 74 Jahren gestorben, berichtet barfi.ch. Widmer war 20 Jahre Chefredaktor der Basellandschaftlichen Zeitung. Von 2009 bis 2011 moderierte er den Presseclub beim damaligen Radio Basel. Er sei ein „Journalist des alten Schlags, ein Urgestein … – und im besten Sinne – widerspenstiger Vertreter seiner Generation” gewesen, so barfi.ch in einem Nachruf. +++

Star TV startet zweiten Kanal. Der Schweizer Privatsender Star TV hat seit Karfreitag einen zweiten Sender: Star TV 2. Aus dem ebenfalls zum Sender gehörenden Game TV haben die TV-Macher um Medienunternehmer Paul Grau einen zweiten Star TV-Kanal gemacht. Auf Star TV 2 sollen „Filme mit musikalischem Inhalt wie Konzerte, Schlager, Musikfilme“, aber auch „Liveübertragungen aus dem Musik- und Religions-Bereich“ ausgestrahlt werden, wie der Klein Report berichtet. +++

SRF berichtet über Frankreich-Wahl. Das Schweizer Fernsehen reagiert mit Sondersendungen am 23. April und 7. Mai auf die Wahlen in Frankreich. Beim ersten und zweiten Wahlgang moderiert Susanne Wille die Sondersendung „Kampf ums Elysée“ mit den SRF-Korrespondenten und Studiogästen. Ausserdem zeigt das SRF Dok-Filme über Frankreich und die Kandidaten sowie französische Spielfilme wie „Willkommen bei den Sch’tis“ und „Nichts zu verzollen“. +++

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80er-Jahre-Feeling, englische Cops und ein Drogenbaron

Die Ostereier sind gegessen, der Verwandtschaftsbesuch überstanden und das Wetter durchwachsen; die Oster-Feiertage sind genau der richtige Moment, um sich wieder mal einem Serien-Marathon hinzugeben. Hier die Liste mit drei Serien, die ich euch wärmstens empfehle:

Tipp 1: Stranger Things

Für Seriennerds wie mich wahrlich kein Geheimtipp mehr: für den Streamingdienst Netflix war die Mystery-Serie um die drei Jungs, die ihren verschwundenen Freund suchen, einer der bisher grössten Erfolge. Kein Wunder, die Serie zieht alle Fans der 80er-Jahre in ihren Bann. In den besten Momenten erinnert „Stranger Things“ an E.T, die Goonies oder andere grossartige Filme der 80er-Jahre. Dazu der wunderbare Synthesizer-Soundtrack, der den Zuschauer in den besonders gruseligen Szenen einen wohligen Schauer über den Rücken laufen lässt. Kein Wunder, ist die zweite Staffel bereits in Produktion und für den 31. Oktober (Halloween!) angekündet worden.

Tipp 2: Luther

Nein, hier geht es nicht um den deutschen Reformator Martin Luther, sondern um den englischen Polizisten John Luther, beeindruckend verkörpert von Idris Elba, dessen Name immer wieder ins Gespräch kommt, wenn von einem neuen James Bond-Darsteller die Rede ist. Die britische TV-Serie hat aber so gar nichts von der Eleganz eines Bond-Films. Hier werden brutale Mörder und Diebe quer durch die schmutzigen Strassen Londons gejagt. Keine neue, aber grossartige Krimi-Serie. Mit nur 16 Folgen in vier Staffeln übrigens auch ideal zum binge-watchen.

Tipp 3: Narcos

Als ich meine bisherigen Serientipps durchgeblättert habe, bin ich erschrocken! Habe ich wirklich noch nie „Narcos“ empfohlen? Hiermit sei diese Scharte ausgewetzt und die Netflix-Serie um das Leben von Kolumbiens Drogenbaron Pablo Escobar wärmstens empfohlen. Fans von Mafia-Filmen und -Serien werden ihre wahre Freude haben. Aber: in die Begeisterung um die Serie und das Schauspiel der Hauptdarsteller mischt sich auch immer wieder ein Moment des Entsetzens: die Taten und Geschichten stammen nicht aus der Fantasie von talentierten Drehbuchschreiber, sondern haben einen realen Hintergrund. Plata o Plomo?

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