Aprilscherze in den Medien: Buvette im Basler Rathaus und Harald Schmidts Comeback im Saarland

Basel – Es ist eine lieb gewordene Tradition: die Medien aus der Schweiz und auf der ganzen Welt versuchen Jahr für Jahr, am 1. April ihr Publikum mit Scherzen in den April zu schicken. Besonders wild ging es in den Basler Medien zu: die Basler Zeitung berichtete, im Rathaus in Basel würde am Sonntag eine Buvette eröffnet, die Bevölkerung sei zu Speis und Trank eingeladen. Davon bekam Stadtpräsident Gy Morin Wind und veranstaltete tatsächlich ein Apéro mit Staatswein im Rathaushof, was die TagesWoche dazu verleitete, von einem „missglückten“ Aprilscherz der Basler Zeitung zu berichten. Auch zahlreiche andere Schweizer Medien schickten die Leserschaft in den April, eine Zusammenfassung haben die Kollegen von persoenlich.com zusammengestellt. Aber auch in Deutschland waren die Scherzbolde in den Medien fleissig: der Saarländische Rundfunk verkündete am 1. April nichts weniger als das Comeback von Harald Schmidt im SR-Fernsehen. Zusammen mit seinem ehemaligen Sidekick werde er ab Herbst die tägliche Late Night-Show „Harry und Manu – Hier wohnen wir“ moderieren. Das 45-minütige Format soll zusammengewürfelt werden aus allen Erfolgsformaten im deutschen Fernsehen: „täglich wie die Tagesschau, das WG-Prinzip von ‚Zimmer frei‘, vier Gäste wie bei ‚Hart aber fair‘, fehlt nur noch der Alkoholkonsum von ‚Inas Nacht‘“. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung mussten die Leser nicht lange nach dem Aprilscherz auf der Titelseite suchen; alle Meldungen auf Seite 1 waren Aprilscherze, angefangen von der Meldung, die Milchstrasse würde zu Ehren von Altkanzler Helmut Schmidt in Schmidtstrasse umbenannt über die Meldung, Carsten Maschmeyer kandidiere bei der Bundestagswahl für die FDP bis zur Meldung, die Erben von Galileo Galilei würden den Vatikan verklagen.