Baselstädtischer Regierungsrat gegen „No Billag“

muenshterDer Regierungsrat im Kanton Basel-Stadt empfiehlt, die „No Billag“-Initiative am 4. März abzulehnen. Sie gefährde nicht nur die SRG, sondern auch die Lokalsender Telebasel und Radio X. Wenn „No Billag“ angenommen würde, würde der Medienstandort Basel stark geschwächt, teilt die Kantonsregierung mit. Die Sender würden „massgeblich zur Angebots- und Medienvielfalt“ beitragen und würden die Bevölkerung mit Angeboten versorgen, „die sich teilweise bis überwiegend nicht über den Markt finanzieren lassen“. Der „ohnehin kleine Arbeitsmarkt für Medienschaffende“ würde „praktisch bedeutungslos“. Randregionen, zu denen sich Basel-Stadt zähle, seien auf den Service Public der SRG angewiesen.

Telebasel und Radio X in Gefahr
Auch die Lokalsender Telebasel und Radio X blasen ins gleiche Horn wie die Baselstädtische Regierung. Roger Thiriet, Präsident der Stiftung Telebasel findet in einer Kolumne bei rundschaumedien.ch deutliche Worte: „Wird ‚No Billag‘ angenommen, muss Telebasel sein heutiges Angebot massiv zusammenstreichen. Ein umfassender ‚Service Public regional‘, wie ihn unser Regionalfernsehen (…) für die Nordwestschweiz erbringt, wird ihm dann nicht mehr möglich sein“. Telebasel wird zu 39 Prozent aus Gebühren finanziert. Auch Radio X schreibt auf seiner Homepage: „wird die Initiative angenommen, kann Radio X in seiner jetzigen Form nicht weiter existieren“. Konkret seien 700 Stellenprozente, verteilt auf 10 Personen gefährdet. Der Sender beziehe 600’000 Franken an Gebührengeldern, was einem Anteil von 55 Prozent des Jahresbudgets ausmache.