Bemerkenswerter Entscheid: SRF ohne Terror-Sondersendung

blackDas Schweizer Fernsehen habe nach dem grausamen Terroranschlag am Dienstagabend in Manchester am Dienstagmorgen „bewusst“ auf eine Sondersendung verzichtet. Das erklärt der Fernseh-Chefredaktor Tristan Brenn nach einer entsprechenden Anfrage eines Zuschauers. Der Terror brauche „den medialen Ausnahmezustand, um seine volle Wirkung zu entfalten“. Erst dieser sorge dafür, dass sich „Angst und Schrecken weit über den Anschlagsort hinaus verbreiten und in den Köpfen von uns allen einnisten“. Darum habe man entschieden, „kein noch grelleres Scheinwerferlicht auf den Ort des Schreckens“ zu werden, „es wird grell genug sein in unseren regulären Sendungen“.

ARD und ZDF entschieden anders
Ganz anders entschieden sich dagegen die öffentlich-rechtlichen TV-Stationen in Deutschland. ARD und ZDF hievten diverse Sondersendungen ins Tages- und Abendprogramm am Dienstagabend. Der Verzicht auf eine Sondersendung am Dienstagmorgen will das Schweizer Fernsehen allerdings nicht als neue ungeschriebene Regel verstanden wissen. „Unser Entscheid (…) heisst nicht, dass wir es in Zukunft immer so machen. Es gilt nach wie vor, jedes Ereignis einzeln zu prüfen“.