Meine CD-Tipps

Neue Goldstücke für das Musikregal



       

Bela B - Code B

Der Graf ist zurück. Bela B's zweites Soloalbum die logische Weiterentwicklung seines Erstlings «Bingo». Der Sound blieb zwar stellenweise Tarantinoesk angehaucht, aber auch eher Songs der rockigen Sorte finden sich auf «Code B». Doch trotz soliden Liedern wie «Altes Arschloch Liebe» oder «Bobotanz» finden sich auf «Code B» keine zwingenden Hits oder originell-kultige Songs, wie sie Bela bei seiner Erstband «Die Ärzte» abliefert. Für Bela B-Fans trotzdem kaufens- und hörenswert.



       

Lily Allen - It's Not Me, It's You

Mit der lieben Lily Allen ist es so eine Sache: da ist auf der einen Seite die talentierte Sängerin und Interpretin, auf der anderen Seite das «It Girl» (was für ein hässliches Modewort), das keine Gelegenheit zum Ausrutscher oder zur billigen Provokation auslässt, sozusagen eine weibliche Noel oder Liam Gallagher. Und damit stellt sich die Frage, versaut das Verhalten des Interpreten die gute Musik desselben? Schwierige Frage, die Antwort liefert Lily Allen auf ihrem neuen Album mit Songs wie «The Fear», «Not Fair» und natürlich ihrem Smash-Hit «F**k You».



Na, wer will denn gleich vom Lügen reden?       

Farin Urlaub - Die Wahrheit übers Lügen

Die musik-theoretischen Anmerkungen zum neuen Farin Urlaub-Soloalbum gleich zu Beginn (dann habens wir hinter uns). Stilistisch und thematisch ist das neue Werk des hauptamtlichen Ärzte-Gitarristen, Songschreibers und Sängers eine Mischung aus seinen ersten beiden Solo-Alben «Endlich Urlaub!» und «Am Ende der Sonne». Die Songs schwanken zwischen dem Humor des ersten Albums («Krieg», «Monster») und der Ernstahftigkeit des zweiten Werks («Nichimgriff», «Seltsam», «Karten», «Trotzdem»). Ein Album, das man sich ein paar Mal anhören muss, bis es wie eine akkustische Blume aufgeht. Eine Geduld, die sich aber lohnt.



Vive la Coldplay! Woher kennen wir bloss dieses Cover?       

Coldplay - Viva La Vida...

...Or Death And Al His Friends. Na, da haben sich Chris Martin und seine Männer einen besonders lustigen CD-Titel ausgedacht. Wahrscheinlich ist der Name der neuen CD bei einer bierseligen Runde entstanden. Auch wenn man sich Chris Martin nicht so recht gröhlemd am Stammtisch eines englischen Pub vorstellen kann. Eher nachdenklich in der Ecke sitzend, gefangen im Bierernst. Und trotzdem ist «Viva La Vida» für ich das Album des Jahres 2008. Die richtige Mischung aus leise und... ähm... nicht ganz so leise...



       Amy Winhehouse, der Erste-Hilfe-Koffer der Popmusik

Amy Winehouse - Back To Black

Ich kann Deine Gedanken lesen: «Amy Winehouse? Ist das nicht die komplett durchgeknallte Wahnsinnige mit dem Pferdegesicht?» Ja, ICH WEISS! Aber Amy Winehouse ist noch mehr als die Summe ihrer Eskapaden in der Klatschpresse. Nämlich eine begnadete Sängerin vor dem Herrn mit einer fantastisch tiefen Stimme. Wenn dann auch noch die Musik dazu passt, dann kann man Frau Winehouse eigenlich nur noch zu ihrem Album «Back To Black» gratulieren. Also von mir gibts zehn von zehn leeren Tablettendöschen...




       

Die Ärzte - Jazz ist anders

Zwei Sachen fallen auf, bei «Jazz ist anders», dem neuen Album der «Besten Band der Welt». Erstens die originelle Verpackung. Die beiden CDs (Album und Bonus-CD) ist in eine echte Pizza-Schachtel verpackt. O.K., eine Miniatur-Pizza-Schachtel, aber eine Pizza-Schachtel. Das zweite, was auffällt, ist der offenbar neue Hang von Die Ärzte, ihren Fans gute Ratschläge zu geben und die Welt zu erklären. Nämlich in Songs wie «Himmelblau», «Lied vom Scheitern», «Lasse Red'n», «Allein» oder «Vorbei ist vorbei». Daneben kommen aber auch weitere wichtige Themen nicht zu kurz: nervende Freundinnen, lustige Vampire und niedliche Liebeslieder...




       

Tenacious D - The Pick Of Destiny

Herrlich... Lass mich ausreden! Herrlich durchgeknallt. Ist das neue Werk von Kyle Gass und Jack Black alias Tenacious D. Nach ihrem Meisterwerk «Tenacious D» (Kritik siehe weiter unten) musste die Welt vier lange Jahre auf das neue Album warten. Nun ist es da, heisst «Pick Of Destiny» und ist trotzdem erst die Hälfte. Denn das Werk ist der Soundtrack zum «Tenacious D»-Film, der 2007 ins Kino kommt. Bis dahin stellen wir den CD-Player auf «Repeat» und hören uns immer und immer und immer und immer wieder die Songs an wie «Kickapoo» oder «The Government Totally Sucks!»




       

Lily Allen - Alright, Still

Der Sound des Sommers kommt für mich 2006 aus London, England. Die 21-jährige Lily Allen mit ihrem unwiderstehlichen Erstling «Alright, Still» hat alles, was ich in Sachen Musik in den vergangenen Monaten meist vergebens suchte: Witz, Tempo und Frechheit. Humorvolle Texte über verflossene Liebhaber, weibliche Konkurrenz und den Alltag in London, dazu ein unwiderstehlicher Sound. Und dabei ist Lily Allen wie die «Artic Monkeys» dem Netz entsprungen. Via Internet schaffte sie den Sprung in die Hitparaden. Na, wenn beim Internet-Sound solche Künstler rauskommen, dann...




       

Bela B. - Bingo

Nun hat also nach Farin Urlaub auch Bela B. ein Soloalbum gemacht. Ob das nun die schleichende Auflösung von Die Ärzte bedeutet... keine Ahnung. Das soll hier auch nicht das Thema sein, sondern Belas erstes Solowerk «Bingo». Welches irgendwie überraschend tönt und trotzdem beim hören den «Ach Typisch Bela»-Effekt auslöst. Neben weltpolitischem («Tag mit Schutzumschlag») und typischen Ausgangs-Szenen im Leben von Bela B. («1.2.3.») erteilt der Beste Stehtrommler der Welt auch Nachhilfe-Unterricht in Sachen Rock («Gitarre runter»). Im Grossen und Ganzen ein gelungenes erstes Solo-Album, eben: «Ach Typisch Bela!»


       

Farin Urlaub Racing Team - Livealbum Of Death

«Geilgeilgeilgeilgeilgeilgeilgeilgeilgeil». So und ähnlich kommentieren die Fans das erste Solo-Live-Album von Farin Urlaub, im Hauptberuf Gitarrist, Sänger und Songwriter der «Besten Band der Welt». Obwohl Solo-Live-Album die falsche Bezeichnung ist. Denn auf dem Album sind auch die Bläser der Ska-Band «The Busters» sowie das «Racing Team» zu hören, die Begleit-Band von Farin Urlaub, die ausschliesslich auf Frauen besteht. Und mein Kommentar zum Album? «Geilgeilgeilgeilgeilgeilgeilgeilgeilgeil».




       

Die Toten Hosen - Nur zu Besuch

Wie hören sich die eher lauten und stadiontauglichen Mitgröhl-Hymnen der Hosen an, wenn sie Unplugged gespielt werden? Überraschend gut, ist die Antwort. Es gibt Songs, die erscheinen in völlig neuer Qualität («Hier kommt Alex»). Bei gewissen klappt die Umsetzung zwar nicht gant so optimal, hier vermisst man fast die Stromgitarren («Wünsch dir was»). Und dann noch die neuen, überraschend witzigen Songs («Der Bofrost Mann»). Das alles zusammen gibt endlich wieder mal ein Super-Album der Toten Hosen, das eigentlich in keinem gut geführten CD-Regal fehlen darf.



       

Jack Johnson - In Between Dreams

Still. Sehr still. Ist die Musik des hawaiianischen Surfers und Musikers Jack Johnson. Aber deshalb noch lange nicht langweilig, ganz im Gegenteil. Was Jack Johnson aus ganz einfachen Mitteln wie Klavier oder Akkustik-Gitarre rausholt, unbeschreiblich. Darum versuche ich es auch gar nicht und möchte nur auf die CD «In Between Dreams» verweisen und sein Schweizer Konzert am 22. März 2006 im Zürcher Hallenstadion.



       

Farin Urlaub - Am Ende der Sonne

Dieses Album ist der Beweis. Für alle Mäkler, die Farin Urlaub und Die Ärzte immer wieder als Spass-Punker abgetan haben. Aber eigentlich glauben das seit «Schrei nach Liebe» eh' nur noch Idioten mit Hang zu Vorurteilen und spätestens mit dem zweiten Soloalbum von Farin Urlaub ist dieses Klischee passé. Denn «Am Ende der Sonne» ist ein sehr ernstes und rockiges Album geworden. Nicht so poppig und mit eingänglichen Melodien wie der Erstling «Endlich Urlaub!» Trotzdem sehr empfehlenswert.




 

WIZO - Anderster

Zwei Gefühle verbinde ich momentan mit WIZO. Freude UND Trauer. Denn erstens freue ich mich, das nach seeehhr langer Zeit endlich wieder einen Longplayer auf den Markt geworfen haben. Jetzt kommt aber der dicke Hund: zweitens ist das neue Album «Anderster» ein Abschiedsgeschenk der Band. Denn seit März 2005 gibt es WIZO nicht mehr. Und drittens ist das musikalische Abschiedsfeuerwerk etwas bescheiden ausgefallen. Die Songs sind zwar alle nett und o.k., fallen aber gegen ihren Klassiker «Uuaarrgh!» doch ab. Hörproben findet man unter www.wizo.de.



       

Green Day - American Idiot

Ich möchte es gleich zum Anfang loswerden. Das neuste Album von Green Day ist das vielleicht beste seit ihrem bisher erfolgreichsten «Dookie». Mit der richtigen neuen Härte und politischem Sendungsbewusstsein haben sie ihrer Band einen neuen Sinn gegeben und den Weg aus der musikalischen Sackgasse gefunden. Davon zeugen die neuen starken Songs, allen voran «American Idiot» Unbedingt kaufenswert!




Old Stuff


Tenacious D   
Tenacious D - Tenacious D 

Wolltest du auch schon immer mal dazugehören? Zu denjenigen, die irgendwann in naher Zukunft sagen können: «Ja, Tenacious D sind geil. Ich kannte sie schon vor ihrem grossen Durchbruch». Dann hast du jetzt und hier (Februar 2006) dazu die Gelegenheit. Denn heutzutage (eben Februar 2006) noch von vielen Leuten belächelt oder schlichtweg nicht gekannt, wird Tenacious D unter der Führung von Schauspieler Jack Black («Schwer verliebt», «High Fidelity», «School Of Rock», «King Kong») in nicht allzu ferner Zukunft zu den Klassikern des Comedy-Rock gehören. Der beste Beleg ist ihre Weltklasse-CD «Tenacious D» mit Klasse-Songs wie «Tribute», «Friendship» oder «Fuck Her Gently»



       

Die Toten Hosen - Zurück zum Glück

Eigentlich passt dieser Albumtitel doch eher zu weltfremden Heile-Welt-Volksmusikanten oder zu einer Ansammlung von Schlagerfuzzis. Aber die Toten Hosen sind nichts davon, sondern nach wie vor die dienstälteste Deutschpunk-Kapelle. Leider hört man das auch auf diesem Album. Es nichts neues, sondern bewährte Kost. Musikalische Rückschau auf die «guten alten Zeiten («Freunde»), auf traurig getrimmte Balladen («Alles wird vorübergehen») oder Fun-Punk («Walkampf») mit lustigen Zeichentrick-Videos. Aber wahrscheinlich ist es genau das, was die Fans wollen...



       

The Distillers - Coral Fang

Krachender Rock mit einer starken Frauenstimme. So könnte man The Distillers in Kurzform beschreiben. Und in der Tat, ihr Album «Coral Fang» geht ab wie Schmidts Katze, immer geradeaus direkt in die rock-gepfrüften Ohren. Was nach zehn oder elf Titeln einem aber auch irgendwann mal verleiden kann, Ermüdungserscheinungen stellen sich ein. Nicht bei der Band, die rockt ab von der ersten bis zur letzten Minute, sondern beim Hörer. Darum, ein gutes Album, aber keines, das man in einem Zug durchhören kann. Mein Anspieltipp ist natürlich die Hitsingle :-) «Drain The Blood».



       

Various Artists - Rock Against Bush Vol 2

Green Day, Bad Religion, Foo Fighters, Lagwagon, Rancid, No Doubt und viele weitere sind die erstklassiken Punk- und Rockkapellen, die sich auf diesem Sampler versammelt haben, um in den US-Wahlkampf einzugreifen. Die Botschaft der Songs ist klar, George W, Bush gehörte eigentlich abgewählt. Dieses Ziel hat auch dieser Sampler nicht erreicht, aber eines kann er: euch eine Stunde lang ordendlich zu rocken!



       

Less Than Jake - Anthem

«Bei dieser Musik möchte ich immer nur rhythmisch mit dem Kopf nicken. Als würde ich zu jedem einzelnen Takt ´JA´sagen». So oder zumindest ähnlich sagte es Homer J. Simpsons einmal. Der vielleicht letzte Philosoph dieser Erde hätte es nicht besser sagen können, was ich empfinde, wenn ich dieses Album höre. Denn einzelne Songs aus dem Album, die mir gefallen, kann ich nicht nennen. Es sind einfach alle gut. Sehr hübsch ist auch die Idee, zu jedem Lied ein Bild von einem Underground-Künstler anfertigen zu lassen. Buy This Record!



       

Die Toten Hosen - Friss oder stirb

Zwei Jahre nach ihrem letzten regulären Studioalbum kommt mit der Single «Friss oder stirb» das seit langem erste Lebenszeichen der Düsseldorfer. Und dieses ist alles andere als schwach. Die vier Tracks strotzen nur so vor Power und Punk. Die Pause hat Campino und seinen Männern gutgetan, auch wenn die Texte etwas ziellos in der Luft herumwabern, der Sound geht gerade nach vorne los und mitten in die Fresse. Eben die guten alten Hosen.



       
The White Stripes - Elephant

Stell dir folgendes Szenario vor: Ein White Stripes-Anhänger versucht jemanden, der noch nie was von diesem Duo gehört hat, zu erklären, welche Musik die beiden machen und was das Besondere daran ist. Diesem Vorhaben MUSS scheitern. The White Stripes, eigentlich eine untypische Band für meine Plattensammlung, aber trotzdem oder gerade deshalb unverzichtbar. Eine Band, die stellenweise Geniales vollbringt, bei anderen Stellen lassen sie einem ratlos zurück. Aber genau DAS muss Kunst eben auch können. Jaja.



       
The Veils - The Runaway Found

Ich bin meinem Kollegen Philipp alias Ulrich Kienzle dankbar, das er mich damals an einem kalten Februarabend ins Konzert der mir dannzumal noch unbekannten Formation The Veils mitgeschleppt hatte. «Noch so eine möchtegerne hippe The-Band», dachte ich, aber nicht mehr, nachdem ich sie gehört hatte. Eine sehr gute Mischung aus Leise und laut. Kienzle und mein Verdikt war am Ende des Abends klar, wenn Bands wie etwa Travis oder Coldplay mit diesem Konzept berühmt wurden, dann müssten The Veils eigentlich schon lange weltbekannt sein.



      
No Doubt - The Singles 1992 - 2003

Normalerweise stehe ich Best Of-Alben eher kritisch gegenüber, es riecht bei den meisten Bands immer etwas nach letzter Abzocke kurz vor der Auflösung, wenn einem nichts neues mehr einfällt. Nun machen zwar No Doubt nach diesem Album auch eine kreative Pause, aber der Rest trifft auf Gwen Stefani und Co. sicher nicht zu. Ein fast schon geniales Album, das zeigt, was diese grossartige Band in den letzten elf Jahren schon alles musikalisch geleistet hat. Eine DER Must-Have-Alben des Jahres!



      
The Offspring - Splinter

«Schon wieder ein Album von Offspring?» war mein erster Gedanke, als ich das neue Album «Splinter» im Regal stehen sah. Doch erstens ist es schon länger her seit dem letzten Album «Conspiracy of One», nämlich drei Jahre und zweitens hat sich in dieser Zeit musikalisch einiges getan. Offspring sind merklich besser und abwechslungsreichergeworden seit dem letzten Wurf. Davon zeugt nicht nur die hitverdächtige neue Single «Hit Hat», sondern auch Songs wie «The Worst Hangover Ever» oder «Spare Me The Details». Neue Sounds halten Einzug bei Offspring und es hat ihnen gutgetan.



      All You Need Is Punk!
The Punkles - Punk!

Was kommt hinten raus, wenn man vorne die Beatles und die Sex Pistols durch den Fleischwolf dreht? The Punkles. Mit ihrem Album «Punk!» beweisen sie, das zusammengeschweisst werden kann, was niemals zusammengehört. Grafisch, musikalisch und textlich ist das Album (welche Überraschung!) ein Mix aus dem Sex Pistols-Werk «Never Mind The Bollocks» und den bekanntesten Platten der Beatles. Der Tipp für alle, die schon immer mal wissen wollten, wie sich «Yesterday» auf Punk anhört, oder wie Sid Vicious als Beatle ausgesehen hätte...



     
NOFX - The War On Errorism 

Sie haben zur Zeit definitiv das witzigste Video in den Rotationen von MTV, Viva und Co. und der Song dazu ist ein klares Statement in Richtung Weisses Haus. Die Band NOFX und ihr Song «Franco Un-American». Aber auch die restlichen Songs ihres aktuellen Albums «The War On Errorism» und das zusätzliche CD-Rom-Feature sind super, um auch mal diese Achziger-Jahre-Wort zu brauchen. Jugend der Welt, kauft dieses Album, damit ihr merkt, das es mehr im Leben gibt als Klingeltöne und Alcopops. Und damit ihr endlich mal ordendlich gerockt werdet...



   
Lagwagon - Blaze

Ganz ehrlich, diese Jungs rocken das Haus, wie man das heute nennt. Lagwagon erscheinen nicht umsonst auf dem US-Punkrock-Label Nummer Eins, Fat Wreck. Allein diese Tatsache spricht für sich und verspricht ordendlicher Punksound. Aber auch diesmal wie bei ihrem nach wie vor unerreichten Album «Hoss» spielen Lagwagon nicht einfach schnurgeraden Punk, sondern auch mal variantenreichere Musik. Und sogar langsame Stücke sind zu finden. Respekt, meine Herren!



Neues aus Seattle
Nirvana - Nirvana

Sie waren für mich definitiv DIE Band der 90-Jahre, das erklärt auch die Tatsache, das «Nevermind» auf dieser Liste zu meinen Meilensteinen der modernen Musik ernannt wurde. Nun, mit diesem Werk wird es nicht ganz so sein. Der wahre Nirvana-Fan hat eh' schon alle Songs auf diesem Best-Of, ausser einem «neuen» Song, nämlich «You Know, You're Right» (das haben die Marketing-Strategen von Frau Love und Herrn Grohl sauber eingefädelt), und der nicht ganz so wahre Nirvana-Fan kauft sich kaum diese CD wegen eines neuen Liedes. Wäre Kurt Cobian noch am Leben, es wäre ein durchschnittliches Best-Of einer genialen Band. Aber dann wäre die Welt sowieso eine bessere...


Kienzle-Band?
Weezer - Maladroit

Eine Band wie Weezer hätte ich noch vor wenigen Jahren als «Kienzle-Band» bezeichnet. Also einer der Kapellen, die kaum jemand kennt und die vor allem durch leise Sounds auffallen, jene Bands, die mein ehemaliger Radio-Kollege Ulrich Kienzle gerne hört. Doch ich und vielleicht auch Weezer haben sich geändert. Den Ausschlag hat den Song «Island in the Sun» gegeben. Aus meiner Sicht einer der besten Songs des Jahres 2002. Der Rest des Albums ist erstaunlich rockig, ich möchte nur auf Songs wie «Deep Nose» oder «Keep Fishing» verweisen. Aber keine Angst: die Kienzle-Band Nummer Eins, Oasis, hasse ich nach wie vor leidenschaftlich :-).



The Vines auf der Überholspur
The Vines - Highly Voltage

Die jungen Rocker von The Vines sind wohl DER letzte Schrei und DIE In-Band im Alternative-Bereich. Neben anderen Bands dieser Couleur wie The Hives oder The Strokes sitzen sie offenbar am Hebel der musikalischen Zukunft (Ich weiss, ein schrecklich stereotyper Satz, wie ihn sonst nur professionelle Musikkriter verbrechen). The Vines kommen aus Australien, und das Gute daran, man merkt es kaum. Die Songs erinnern einem beim durchhören eher an eine amerikanische Gitarrenband. Sehr schön ist auch die Idee, immer auf einen lauten Song eine balladeskes Lied folgen zu lassen. Mein Anspieltipp: «Get Free».



f
Green Day - Shenanigans

Man könnte fast meinen, nach all den Jahren fällt Billie Joe, Mike Dirnt und Tree Cool nichts mehr ein. Die zweite Best-Of-CD in Folge. Doch der Ausverkauf hat durchaus Logik: zuerst kam das Album «International Superhits», mit den grossen Krachern von Green Day, und jetzt eben «Shenanigans». Damit ja kein Missverständnis aufkommt, heisst es bereits im Untertitel: «16 Rare Outtakes, Cover Songs and other Shenanigans». Das Problem ist, das B-Seiten-Zeugs ist besser, als die meisten Songs auf dem letzten regulären Album. Autsch! Trotzdem, kaufen, kaufen, kaufen...



sd
Mad Caddies - Rock The Plank

Eigentlich spielen die Jungs aus dem Hause Fat Wreck irgendwas zwischen Ska und Rock, teilweise auch Punk. Aber für ihr aktuelles Album «Rock The Plank» lassen sie sich auch mit experimentellen Stilrichtungen wie Seemannsliedern ein, das Cover lässt die Anlehnung an Seefahrt und Piraten erahnen (Jaja, ich bin schon ein helles Köpfchen :-). Ob da jemand zuviel Piratenfilme gsehen hat, lässt sich nicht sagen. Aber eines ist klar, dieses Album ist nicht eines, das man unbedingt haben muss. Oder wie der Franzose sagt: Nice To Have...



s
System Of A Down - Toxicity 

Ich kann eure Gedanken lesen: Was ist bloss mit dem Typ los, steht der jetzt auf Metal-Sound? Meine Antwort: Nein, absolut nicht, denn ich habe für die ganz harte Gangart der Gitarrenmusik eigentlich nichts übrig, aber... Jede Regel braucht eine Ausnahme, und bei System Of A Down mache ich gerne eine Ausnahme, weil sie neben dem dumpfbackigen sogenannten New-Metal-Bands die erfrischende Ausnahme darstellen. Die Musik ist zwar laut und ohrenbetäubend, aber nicht nur. Und die Texte zeugen von politischem Bewusstsein. Checkt die Songs «Prison» und «Toxicity», mein Lieblingssong auf dieser CD.


ee
Sportfreunde Stiller - Die gute Seite

Da macht es einem als Musikan wieder richtig Freude, eine «neue» Band zu entdecken. Und ich denke, ich kann jetzt schon sagen, das Sportfreunde Stiller «meine» Entdeckung des Jahres 2002 sind. Die Texte sind überraschend intelligent (überraschend nur, wenn man sich anhört, was sonst noch so auf deutsch singt und gesungen wird) und die Musik ist einfach klasse. Meine Anspieltipps sind «Die gute Seite» und «Komm schon». Ach was, das ganze Album ist der Knüller...



The Hives - Veni Vidi Vicious 

Es ist unglaublich, über welche Quellen ich manchmal neue Bands kennenlernen muss. In diesem Fall war es eine nachtschlafende Stunde bei «Viva Swizz», als mir plötzlich die geballte Energie von «The Hives» entgegenknallte. Sie sind jung und hungrig, und ihre CD mit (leider nur) zwölf energiegeladenen Songs ist einfach GEIL! Unbedingt kaufen! Meine Anspieltipps: «Main Offender» und «Hate To Say I Told You So». Gute Musik zum aufstehen...


 
Favez - From Lausanne, Switzerland

Gitarrenrockbands gibt es selbst in der Schweiz zu Duzenden. Aber nicht alle sind so gut wie die Lausanner «Favez». In ihrem Album «From Lausanne, Switzerland» beweisen sie, das man Rock-Musik ohne Metal- oder Punk-typische Lärmpegel machen kann. Sie sind sicher «nur» ein Geheimtipp, aber ich denke, von «Favez» wird man noch hören.


 
The Simpsons - Go Simpsonic With The Simpsons

Dieses Album möchte ich jetzt schon als meine persönliche CD-Entdeckung des Jahres bezeichnen. Einfach genial, was auf diesem Silberling alles zu hören ist. Die Songs aus der besten Trickfilm-Serie der letzten Jahre. Zum Beispiel «The Garbageman», «We Put The Spring In Springfield» oder «We Love To Smoke», um nur wenige zu nennen. Eine CD, die für den echten Simpson-Fan ein unbedingtes MUST ist. Also ich habe mich dabei sehr amüsiert...




Robbie Williams - Swing When You´re Winning

Hätte mir jemand vor ein paar Jahren prophezeit, das ich einmal ein Album von Robbie Williams kaufen würde, hätte ich die Person ausgelacht. Doch erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Robbie hatt den Sprung von den «Bravo»-Spalten in die der seriösen Musikpresse geschafft. Und in mein Musikregal. Und nun nimmt er sich des längst totgeglaubten Swings an. Und er kann es. Anspieltipps: «Mack The Knife» und «It Was A Very Good Year».


 
Farin Urlaub - Endlich Urlaub

Mit den Worten «Mein Name ist Urlaub, meine Name ist Farin Uuuh» stellt sich der Ärzte-Gitarrist und -Sänger gleich zu Beginn seiner ersten Solo-CD vor. Obwohl das wirklich nicht mehr nötig wäre, der blonde Strahlemann ist mit «der besten Band der Welt» mehr als nur ein flüchtig Bekannter, besonders bei seinen Fans. Das Album strotzt nur so von gelungenen Komposiotionen, die sich musikalisch in einem breiten Spektrum bewegen. Checkt die Songs «OK», «Am Strand» und «Wunderbar». Aber wirklich eine objektive Meinung ist das auch nicht, ich bin halt Fan.


 
Sum 41 - All Killer, No Filler

Der Albumtitel lässt vermuten, das «Sum 41» mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen ans Werk geht. Zu Recht! Denn die Newcomer müssen sich im Wettbewerb mit den Punk-Grössen nicht verstecken. Ihre Songs sind punkig, gehen nach vorne, werden nie langweilig, weil hier eben nicht nur 08-15-Punk abgespult wird. Die Songs sind variantenreich und bringen die Frische, die ihren US-Punk-Kollegen wie zum Beispiel bei Blink 182 zur Zeit fehlt.


 
Muse - Origin Of Symmetry

Das neue Muse-Album hat alles, was eine Rock-Platte im Jahr 2001 haben muss. Laute, krachende Gitarren, leise sanfte Töne und elektronische Klänge. Und das alles manchmal sogar während eines Songs. Kein Wunder, sind die Songs «New Born» und «Bliss» regelmässige Besucher in den Videoclip-Kanälen. Muse ist ein Muss (ich weiss, ein blödes Wortspiel. Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen :-)


 
Daft Punk - Discovery

Vor ein paar Jahren liessen Daft Punk die Leute bis weit in die anderen musikalischen Lager aufhorchen, als sie ihren Hit «Around The World» releasten. Die Messlatte für künftige Alben war hoch. Aber sie konnte mit dem neuen, vorliegenden Album wieder, wenn auch nur knapp übersprungen werden. Zwar gelingt der Einstieg mit dem Song «One More Time» etwas kommerziell, doch schon der zweite Track entschädigt. Mein Lieblingslied auf dem Album: Digital Love.


 
Blink 182 - Take Of Your Pants And Jacket

Mark, Travis und wie die alle noch heissen, liefern in ihrem neuen Album bestenfalls noch an Punk erinnernde Pop-Stücke ab. Der beste Beweis dafür ist die Single «The Rock Show». Ein starker Gitarren-Einstieg doch dann entwickelt sich da Lied immer softer, weil man niemanden erschrecken will. Tipp: hört euch die älteren Platten von Blink an. Oder doch besser gleich die Originale wie The Ramones oder Sex Pistols, von denen sich nicht nur Blink 182 seit Jahren schamlos bedienen. Der Rock-Papst hat gesprochen. Amen.


Gorillaz - Clint Eastwood (Single)

Was macht Damon Albarn zwischen zwei «Blur»-Alben? Nicht wie andere Popmusiker in die Sonne liegen oder schlimmeres, nein er scharrt Gesinnungsgenossen um sich und gründet das virtuelle Bandprojekt «Gorillaz». Statt echter Musiker wirken in der Band gezeichnete Trickfilmfiguren. Und deren erste Single «Clint Eastwood» hört sich vielversprechend an. Eine erfrischende Abwechslung im sonst so trögen Pop-Business.



Fat Music Volume 5 - Live Fat, Die Young

«Fat Wreck» ist wohl eines der heissesten Punkrock-Labels der USA. Darum ist es auch wenig verwunderlich, das auf dem «Fat Wreck»-Sampler zwanzig der angesagtesten Punkrock-Kapellen zu finden sind. Hier nur ein kleiner Auszug: «No Use For A Name», «NOFX», «Lagwagon», «Propaghandi», «Me First & The Gimme Gimmes». Wer auf schnellen, kompromisslosen Punk steht, der wird diesen Sampler lieben.


  
Moby - Play

Ein spezieller Musiker fern von irgendwelchen Rock-Attitüden, der mit speziellen Sounds erfreut. Den Mainstream-Hörer sowie auch den Indipendent-Liebhaber. So oder ähnlich könnte eine Kurz-Beschreibung von Moby aussehen. Sein immer noch aktuelles Album «Play» begeistert sicher nicht nur wegen seinem Überhit "Why Does My Heart Feel So Bad» oder «Bodyrock». Es gilt auf «Play» auch andere Songs wie «Natural Blues» oder «Honey» zu entdecken.


 
South Park - Bigger, Longer, Uncut

Normalerweise sind ja Film-Soundtracks völlige Scheisse und ein lauer PR-Gag für den Kinofilm. Beim ersten abendfüllenden Spielfilm der anarchistischen South Park-Kids ist aber wie immer alles anders. Wer den Film liebte, wird auch die Songs wie «Unclef***a» oder «Blame Canada» schon längstens in sein Zyniker-Herz geschlossen haben und am liebsten täglich hören. Für den Fan des South-Park-Film und der nicht ganz jugendfreien Lieder ist die CD ein unverzichtbares Muss: Aber Achtung: Diese CD kann zu unkontrolliertem Suchtverhalten führen. Darum die Songs nur dosiert hören.


 
The Busters feat. Farin Urlaub - Liebe macht Blind 

Keine Angst, unser aller Farin ist hier nicht für ein ganzes Album fremdgegangen, bei «Liebe macht blind» handelt es sich nur um eine Single in Zusammenarbeit mit der deutschsingenden Ska-Gruppe «The Busters». Aber was heisst da «nur»? Was da aus Farins Feder, Mundwerk und Gitarre fliesst, war für mich DER SOMMERHIT des Jahres 2000. Denn der Song wurde von unserem sympathischen Oberarzt geschrieben und ist, ganz objektiv gesehen, ein Song mit Hitpotenzial. Was die Schnarchsäcke von Musikredaktoren von Radiosendern und Videoclipkanälen wieder mal nicht gepeilt haben. Schade!


 
Goldinger - Stompimg Ground

So wie auf Album «Stomping Ground» der «Goldfinger» muss sich der Punk-Rock im neuen Jahrtausend anhören, um den Sprung zu schaffen. Wohin auch immer. Denn neben der originellen Kommerz-Nummer «99 Red Balloons» (Richtig, ein Nena-Cover) vereinigt das neue Album 13 weitere Punkkracher erster Garnitur. Da müssen sich die zu unrecht bekannteren Bands wie «Green Day» und «Offspring» warm anziehen. Einzige Archillesverse: das letzte Album war ein Tick besser und hatte neben den Punk-Song auch einige verdammt gute poppige Ska-Lieder dabei. Diese sucht mach auf diesem Werk vergebens, schade!


 
GUZ - We Do Wie Du

Umweltfreundlich total super-korrekt dank des Carton-Covers. Aber von politischer Korrektheit ist Oliver M. Guz meilenweit entfernt. Gottseidank! Sonst hätte es auf dem Soloalbum des Aeron «Koresh Teed» und «Parisienne People» keine Perlen wie «Fuck The Cops». Ich möchte an dieser Stelle auch auf seine andere Solo-CD «In Guz We Trust» hinweisen. Mit sage und schreibe 40! Songs. Leider sind nicht alle so gut wie «Genforscher». So ein tolles Lied. Und wenn ich schon dabei sind, hört auch mal bei seiner Band Aeronauten rein...


 
HNO - The Big TV Revenge

Musik aus der Schweiz kann auch gut sein! Diese überraschende Erkenntnis beschleicht jeden, der das fast 50 Minuten lange Album der Aargauer Band «hno» hört. Unverschnörkelte Popmusik, die eigentlich auch aus England kommen könnte. Checkt den alternativen Sommerhit «I Don't Care». Aber auch die restlichen 11 Songs des Albums «The Big TV Revenge» vermögen zu überzeugen. Lovebugs und Supernova zieht euch warm an, jetzt kommt die Konkurrenz aus dem Rüebliland.


 
Bloodhound Gang - Hooray For Boobies

Schon alleine der Titel des neuen Albums der Bloodhound Gang lässt vermuten, was den geneigten Hörer an textlichen Schweinereien und eindeutigen Zweideutigkeiten erwartet. Jaaahh! Songs wie «Alone Comes Mary» und den Keiner-kanns-sich-erklären-Hit «The Bad Touch» lohnen schon den Kauf der zwar rockigen, aber trotzdem musikalisch (fast schon zu) abwechslungsreichen CD. Meine Anspieltipps: «I Hope You Die», «The Ballad Of Chaisey Lain» und «Mope».



 
Element Of Crime - Psycho

Seit vielen Jahren gibt es schon die Jungs von Element Of Crime, doch ich bin erst, seit ihre Lieder so oft bei der besten Radioshow der Welt (Salon Helga auf FM4 und Show Royale Radio Eins) gespielt wurden, auf sie aufmerksam geworden. Eine späte Entdeckung, ich weiss. Checkt «Ich war nicht dabei», «Ferien von dir» und «Michaela sagt».


 
Fatboy Slim - You´ve Come A Long Way, Baby

Der Durchbruch schaffte Norman Cook, wie Fatboy Slim wirklich heisst, mit dem alternativen Sommerhit 1998. Der Song hiess "The Rockafeller Skank" und wurde auf sämtlichen Radiostationen rauf- und runtergespielt. Auf was dann folgerichtig die Welt wartete und dann auch im November '98 folgte, war DER Longplayer des Jahres, eine der Platten der letzten dreissig Jahre, die man in der Sammlung haben sollte.
 


 
Lagwagon - Hoss 

Ungewöhnlicher Punk-Rock aus den Vereinigten Staaten vom Amerika. Lagwagon machen so unverkrampft Punkrock, als hätte es die Sex Pistols nie gegeben. Bei der auf dem Cover abgebildeten Person handelt es sich übrigens um Hoss aus der TV-Western-Serie «Bonanza», von der die Jungs grosse Fans sind. Darum kann man auf dem Booklet lesen «Tell Us About Your Favorite Episode Of Bonanza». Hee-Haaaw!


 
WIZO - Uuaarrgh!

DAS Deutschpunk-Album der letzten fünf Jahre. WIZO haben alles, was man bei gewissen deutschen Vertretern der Rockmusik vermisst, Humor, eingängige Ohrwurm-Melodien, Punkrock und deutsche intelligente politisch- und sozialkritische Texte. Die Highlights des Albums sind Songs wie «Tod im Freibad», «Raum der Zeit», «Kopfschuss» und «Das goldene Stück». Dieses Album ist absoluter Kult und bisher leider auch von WIZO unerreicht.




Milestones

The Sex Pistols - Never Mind The Bollocks...

«Pretty Vacant», «Liar», «God Save The Queen», «E.M.I.», «Anarchy In The U.K.» und die anderen unsterblichen Punkrock-Klassiker hoben 1977 entgültig die Welt aus den Angeln und sorgten für eine neue musikalische Bewegung, den Punk. Jonny Rotten, Sid Vicious und ihre Mannen lebten die Anarchie auch in der Musik, verspotteten die Königin und landeten damit einen Riesenhit. Die Queen war entmachtet und das Königreich der Sicherheitsnadeln gegründet.



Nirvana - Nevermind 

Das Motiv mit dem nach dem Geldschein tauchenden Baby ging um die Welt, ebenso wie die Songs von Kurt Cobain, Dave Grohl und Chris Novoselic. «Smells Like Teen Spirit», «Come As You Are» und «In Bloom» hiessen die Songs, die 1991 die Welt aus der musikalischen Lethargie befreiten und mit dem Grunge beehrten. Die Welt musste auf diesen Meilenstein nach den Sex Pistols fast ein Vierteljahrhundert warten.