Chaos im Newsroom? SRF wehrt sich

SRF-Chefredaktor Tristan Brenn wehrt sich in einer Stellungnahme gegen einen Artikel der „Schweiz am Wochenende“. Die hatte berichtet, wegen „Missständen im Newsroom“ würde SRF die „besten Storys verschlafen“. Beleg sei eine Medienkonferenz der Credit Suisse von 2019, die angeblich vom SRF „verschlafen“ wurde. Der Verfasser des Artikels habe Fakten und die Stellungnahme vom SRF weggelassen, so Brenn. Richtig sei, dass SRF an der kurzfristig angekündigten Medienkonferenz mit einem Redaktor anwesend war. Das Kamerateam sei allerdings wegen „eines Missverständnisses“ zu spät aufgeboten worden. Trotzdem habe SRF „ohne Lücken und in guter Qualität“ über die Medienkonferenz berichtet. Der Vorwurf, Inhalte kämen wegen Diskussionen über die Organisation zu kurz, sei „nicht haltbar“. SRF hätte den Journalisten auf das Medienqualität-Ranking hingewiesen, das vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde und den SRF-Newssendungen Bestnoten ausstelle.

Protestschreiben wegen Newsroom
Schon vor einigen Tagen gab es Wirbel um den SRF-Newsroom. Der Blick berichtete über einen „Aufstand im Newsroom“. Die Inlands-Redaktion habe an die Adresse von Tristan Brenn und SRF-Direktorin Nathalie Wappler ein Protestschreiben verfasst und klagt über ein „vergiftetes Arbeitsklima“, die publizistische Effizienz sei „akut in Frage gestellt“. Auch die Mediengewerkschaft SSM sei bereits auf den Plan getreten. Man habe mitbekommen, dass im Newsroom „grosse Unzufriedenheit“ herrsche. Kritik entlädt sich auch auf Twitter: