Einseitig berichtet? SRF wehrt sich gegen „No Billag“-Studie

billagZwar hätten Tagesschau und 10vor10 im Vergleich mit anderen Medien nur wenig über die „No Billag“-Initiative berichtet, der Ton sei aber „ausschliesslich negativ gewesen“. Dieses Resultat zeige eine Analyse der Uni Zürich, wie 20 Minuten berichtet. Am meisten Aufmerksamkeit hätte die Initiative von den SRG-Webseiten srf.ch und rts.ch bekommen. Auch hier hätten die Negativ-Stimmen überwogen. Die SRG wehrt sich in einer Mitteilung. Man zeige gemäss den Publizistischen Leitlinien. Das bedeute auch, das man die Folgen der Annahme der Initiative aufzeige. Das geschehe „methodisch, sachgerecht, kompetent und ausgewogen“. Als Beispiel wird die Nachrichtensendung 10vor10 vom 11. Dezember genannt. Hier seien die Initiativ-Gegner 66 Sekunden zu Wort gekommen, die Befürworter 69 Sekunden.

Zwei Drittel Ablehnung
In der Analyse sind 377 Medienberichte untersucht worden, die zwischen Ende Oktober und Mitte Dezember erschienen sind. Rund zwei Drittel der Artikel lehnten die „No Billag“-Initiative klar ab. Bei rund einem Drittel sei die Tonalität ambivalent. Nur bei der Weltwoche überwiege die Abstimmung. Die hohe Ablehnung sei als „Normalfall“ zu gewichten. Volksinitiativen würden regelmässig in den Medien eher auf Ablehnung stossen. Die Initiative sei bereits in ihrer Frühphase „überdurchschnittlich stark beachtet“ worden. Das liege vermutlich daran, dass die Vorlage die Medien zentral betreffen und darum emotional aufgeladen werde. Die Diskussionen auf Social Media und den traditionellen Medien leiste dazu ebenfalls ihren Beitrag.