Fussball-WM: Schweizer Zuschauer schalten um

FahnenschwingerZürich – Wenn in diesen Tagen Fussball-WM geschaut wird, dann schalte jeder zweite Schweizer vom SRF zu den deutschen Sendern ARD und ZDF um. Das berichtet 20 Minuten und belegt diese These mit einer Online-Umfrage bei rund 16‘000 Leserinnen und Lesern. Jede/r Zweite würde vom SRF auf ARD oder ZDF zappen, wenn sie WM-Spiele im Fernsehen schauten. Vor allem die SRF-Fussballexperten und der SRF-Kommentar stünden in der Kritik. Besonders viel Kritik bekämen Sascha Ruefer und Patrick Schmid ab. Bei ARD, ZDF oder BBC bekäme man mehr „Professionalität und Fachwissen“ geboten. Beim SRF zeigt man sich gelassen und verweist auf die hohen Einschaltquoten im Spiel Schweiz-Ecuador (ONLINE MEDIENNEWS berichtete). Der Sport lebe von Emotionen und da sei es „ganz normal, dass einzelne Zuschauer Kritik üben“, so eine SRF-Sprecherin. Und sie nimmt den kritisierten Sascha Ruefer in Schutz, er mache „einen ausgezeichneten Job und wird regelmässig gecoacht und erhält Feedbacks zu seiner Leistung“.

Traumquoten für ARD

Derweil freut sich die ARD über traumhafte Einschaltquoten: das gestrige Spiel zwischen Deutschland und Portugal sahen 26 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei über 80 Prozent.

Die TV-Konkurrenz litt unter dem Strassenfeger, einzelne Sender hätten gerade so gut das Testbild senden können. Nicht mal RTL hatte eine Chance mit seiner Sondersendung zu Michael Schumacher. Mehr als 1,94 Prozent Marktanteil seien nicht drin gelegen, berichtet dwdl.de. Doch RTL kann sich trotzdem freuen, immerhin sahen 1,94 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer das Schumi-Spezial.