Grosse Aufregung um SRG-Sparpläne

vetschZürich – Es ist die mediale Bombe der Woche: die SRG kündet an, im nächsten Jahr sparen und deshalb rund 250 Stellen streichen zu müssen. Schuld seien der grössere Betrag der Privatsender am Gebührenkuchen und der Wegfall der Mehrwertsteuer bei der Billag-Gebühr. Das koste jährlich 40 Millionen Franken. Ein Betrag, der vorrangig in der Verwaltung, Informatik und Produktion eingespart werde. Aber auch das Programm sei betroffen. In der Deutschschweiz dürften bei SRF und tpc rund 102 Vollzeitstellen abgebaut werden, Abstriche im Programm seien unvermeidlich. Es sei möglich, dass die „eine oder andere Sendung gestrichen wird“, so ein SRG-Sprecher gegenüber 20 Minuten.

Gewerkschaften “schockiert”
Die Gewerkschaft impressum zeigt sich in einer Mitteilung „schockiert“ und bezeichnet den Stellenabbau als „drakonisch“. Der Geschäftsführer Urs Thalmann fordert die „Unternehmensleitung auf, auf keinen Fall Ressourcen zu streichen, welche die redaktionelle Qualität und Vielfalt in Frage stellen“. Das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) betont, die Sparmassnahmen habe nicht die SRG durch „unsorgfältiges Wirtschaften verschuldet“, sondern sie seien „fremdbestimmt“. Man wolle „Alternativvorschläge prüfen, um möglichst viele Stellen und Arbeitsplätze zu retten“. Zentralsekretär Stephan Ruppen rechnet mit über 100 Kündigungen und fordert im 20 Minuten, als alternative Sparmassnahme sollen unter anderem die Gebühren erhöht werden.

Sparen in der Chefetage?
Das ruft SRG- und Billag-Kritikerin Natalie Rickli auf den Plan: „die heutige Mitteilung dient dazu, die verschiedenen Akteure aufzuschrecken, damit nichts gespart wird, sondern die Gebühren erhöht werden“. Stattdessen solle bei den Löhnen der SRG-Teppichetage gespart werden. Generaldirektor Roger de Weck habe im letzten Jahr 560‘000 Franken erhalten. Und via Twitter kritisiert Rickli auch die Begründung für die Sparmassnahmen:

 

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