Harald Schmidt bei Schawinski: Der Meister und der Fragensteller

Statt dem durch die Boulevardmedien angekündeten „Duell der TV-Giganten“ wurde die Schawinski-Sendung am späten Montagabend zum Schaulaufen eines gutgelaunten Harald Schmidt. Roger Schawinski begnügte sich mit der Rolle des „Sidekick“, der am Anfang der Sendung alte Ausschnitte aus der goldenen Ära der Harald-Schmidt-Show zeigte, im Mittelteil der Sendung ihre gemeinsame Zeit bei Sat.1 aufarbeitete (mit kleinen Seitenhieben gegen den damaligen Senderchef Haim Saban) und zum Schluss befeuerte Schawinski seinen Gast mit Stichworten wie „Uli Hoeness“ und „Pegida“.

Lästermaul Schmidt in Höchstform
Die Spitzen, die Schmidt im Dezember 2003 in seiner Late Night-Show in Richtung des damals neuen Sat.1-Chefs Schawinski abfeuerte, erklärt Schmidt im Gespräch mit Schawinski so: „Dein Einstieg wurde durch mein Intro zu Fernsehgeschichte. Sonst wärst du vergessen wie alle 421 Geschäftsführer von Sat.1, die es pro Jahr gab“. Seine Zeit als Late Night-Talker in der ARD würdigte er mit dem Satz: „Ich dachte, ich profitiere von dieser unglaublich wachen Klasse, die sich die ‚Tagesthemen‘ anschaut. Aber da haben sie natürlich schon alle geschlafen und wer noch nicht geschlafen hat, ist in den ‚Tagesthemen‘ selber eingeschlafen“. Übrigens war Harald Schmidt quasi als „Vorprogramm“ zum Talk mit Schawinski auch bei der SRF 3-Talkshow „Focus“ zu Gast: die Sendung findet sich hier.