Harald Schmidt und die Nachfolge: (K)eine Rettung in Sicht?

Köln – Der Abschied naht: in rund drei Wochen verabschiedet sich Harald Schmidt zum wiederholten Male vom Bildschirm, am 3. Mai wird seine Late Night-Show zum letzten Mal in Sat.1 ausgestrahlt, ONLINE MEDIENNEWS hat darüber berichtet. Noch ist nicht klar, ob und wie es nach der „Sommerpause“ mit der Harald Schmidt-Show weitergeht. Die Spekulationen schiessen wild ins Kraut, seit bekannt wurde, dass Sat.1 Harald Schmidt absetzt. Es werden Sendernamen wie ZDF, ZDFneo oder Kabel Eins herumgereicht, offiziell geäussert hat sich dazu aber bisher niemand. Harald Schmidt betonte in seiner Sendung aber gleich mehrmals, am 3. Mai sei nur die letzte Sendung bei Sat.1. Ob Harald Schmidt nun in die Fernseh-Rente geht oder das Publikum einmal mehr mit einem neuen Sender oder einer neuen Sendung überrascht, die Frage stellt sich trotzdem, wer dereinst die Nachfolge von Harald Schmidt antreten soll. ONLINE MEDIENNEWS hat drei Kandidaten erkoren:

Nachfolger  1: Yoko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf

Seit Oktober 2011 präsentieren die beiden „Nachwuchs“-Moderatoren mit „neoParadise“, wie eine junge Late Night-Show funktionieren kann. Kreative, humorvolle und (medien)-kritische Einspielfilme wechseln sich ab mit Talkgästen. Ob nun das Interview von Claus Kleber mit Ahmadinedschad parodiert wird oder die Sendung plötzlich angehalten wird und Oliver Kalkofe aus den Kulissen springt, um die Sendung und die Moderatoren nach „Mattscheiben“-Art durch den Kakao zu ziehen, die Macher von „neoParadise“ überraschen immer wieder mit kreativen und witzigen Ideen.

Nachfolger 2: Dirk Stermann und Christoph Grissemann

Schon mit ihrer Radiosendung „Salon Helga“ beim österreichischen Jugendsender FM4 boten Stermann und Grissemann eine Sendung zwischen Anarchie, Poesie und Pointen. 2007 wurden die Beiden endlich auch vom Fernsehen entdeckt und dürfen seitdem am Donnerstagabend ihre Late Night-Show „Willkommen Österreich“ präsentieren, wo sie ähnlich wie Harald Schmidt zwar das Gerüst einer klassischen Late Night-Sendung benutzen, darin aber ihre eigenen Gags und Aktionen präsentieren, da wird zum Beispiel der österreichische Bundespräsident parodiert („Gutäään Morgäään!“) oder die Fernsehköche Andy & Alex werden aufs Korn genommen.

Nachfolger 3: Oliver Welke und die „ZDF heute Show“

Zurzeit ganz klar die bissigste und lustigste Comedyshow im deutschsprachigen Fernsehen. Ähnlich wie Harald Schmidt bei der Late Night-Show wurde auch hier ein Showkonzept aus den USA importiert und erfolgreich umgesetzt. Das Vorbild der „heute show“ ist die „Daily Show“. Moderator Oliver Welke kommentiert die (meist politischen) Ereignisse der Woche bissig und satirisch. Auch hier entlarvende Fernsehausschnitte benutzt oder Aussenreporter berichten. Auf Gäste wird hier weitgehend verzichtet, mit wenigen Ausnahmen. Höhepunkt der Sendung ist, wenn „Gernot Hassknecht“ seinen Kommentar absondert und zum Schluss ausgeblendet werden muss, weil ihn die Wut übermannt.