Lust und Langeweile – so war „Promi Big Brother 2017“

2013-08-14 15.35.01Der „Held“ hat gekämpft und gewonnen, der „Bösewicht“ wird kurz vor dem Ziel gestoppt und am Schluss fallen sich alle glücklich in die Arme, während über ihren Köpfen ein buntes Feuerwerk in den Nachthimmel schiesst. Mit diesem Hollywood-Drehbuch-reifen Schlussbouquet ging am Freitagabend die diesjährige Staffel der Sat.1-Realityshow „Promi Big Brother“ zu Ende. Leider war aber längst nicht jeder Aspekt dieser Showreihe hollywoodreif. Vor allem die Spiele und leider auch die beiden Moderatoren konnten mich überhaupt nicht überzeugen. Die täglichen Challenges waren wahrscheinlich als einer der spannenden Höhepunkte der täglichen Show geplant, lösten bei mir aber nur Langeweile aus. Die Moderatoren Jochen Bendel und Jochen Schropp gaben sich zwar sichtlich Mühe, scheiterten aber leider allzu oft gerade dann, wenn es drauf an kam. Bei den Spielen beispielsweise verzählte sich Jochen Bendel mehr als einmal, wenn es darum ging, den Sieger eines Duells zu küren.

Spass dank Netz und Twitter
Aber trotzdem machte mir „Promi Big Brother“ auch Spass. Dank der täglichen Late Night-Show etwa, die aber leider nicht im Fernsehen, sondern „nur“ im Netz zu sehen war. Und natürlich dank der vielen lustig-zynischen Tweets, quasi als digitaler Begleitzettel zur Show auf Twitter. Man kann also sagen, das Netz hat die Schwächen des TV-Formats ein Stück weit ausgebügelt. Trotzdem ist und bleibt „Promi Big Brother“ für mich quasi die Ersatzdroge für die wahre Königin des Promi-Trash-TVs – das Dschungelcamp.