Mike Müller macht Werbung für “No Billag”-Gegner

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Quelle: sendeschluss-nein.ch

Der Schauspieler und Satiriker Mike Müller wird das Aushängeschild der Werbekampagne des Komitees „Nein zum Sendeschluss“, das sich für ein Nein zur „No Billag“-Initiative am 4. März einsetzt. Auf Plakaten ist Müller in seiner Rolle als Luc Conrad in der SRF-Serie „Der Bestatter“ zu sehen, dazu das Motto: „Weniger Vielfalt, kein ‚Bestatter‘“. Kampagnenleiter Mark Balsiger erklärt gegenüber 20 Minuten, Mike Müller als Testimonial sei ein Glücksfall. Die Serie „Der Bestatter“ sei ein „typisch schweizerischer Krimi, der „quer durch alle gesellschaftlichen Schichten gut ankommt“. Mit dem Plakat solle in Erinnerung gerufen werde, das mit einem Ja zu „No Billag“ solche Serien wie eben „Der Bestatter“ oder „Wilder“ beerdigt würden. Mike Müller selbst doppelt nach: man solle und müsse über den Service Public streiten, aber: „schweizerdeutsche Serien (…) lassen sich nur mit Gebühren finanzieren. Private oder ausländische Anbieter können Serien für einen so kleinen Markt nicht finanzieren“. Neben Mike Müller fungiert auch die Nachrichtensendung „Echo der Zeit“ von Radio SRF als Testimonial. Die Plakatkampagne soll Mitte Januar offiziell starten.

Weniger Zustimmung für “No Billag”
Inzwischen scheint der Vorsprung der „No Billag“-Befürworter zu schrumpfen. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent würden derzeit noch ein Ja in die Urne legen, das zeigt eine Umfrage von 20 Minuten. Rund 45 Prozent sagen Nein, 4 Prozent sind unentschlossen. Für die gewichtete Umfrage seien 21’540 Personen aus der ganzen Schweiz online befragt worden. Bei der letzten Umfrage vor wenigen Tagen waren noch knapp 56,6 Prozent der Befragten für die “No Billag”-Initiative.

“No Billag”, No Spengler Cup?
Auch im Lager der Wintersportfans scheint sich langsam Widerstand zu formieren. “No Billag” bedeute vermutlich auch “No Spengler Cup”, so der ehemalige OK-Chef Fredi Pärgäzi in der Südostschweiz. Die Annahme der Initiative wäre für die Organisatoren des traditionellen Eishockey-Turniers “ein Desaster”. Praktisch alle Sponsorenverträge würden an der TV-Übertragung des Schweizer Fernsehens hängen. “Die grosse mediale Reichweite wäre mutmasslich schlagartig weg, der Spengler Cup würde in seiner heutigen Form wohl über Nacht vom Bildschirm verschwinden”. Das würde das OK vor “wirtschaftlich existenzielle Probleme stellen”, so Pärgäzi.

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