Neue Umfragen: knappes bis klares Nein für „No Billag“

billagDie „No Billag“-Initiative hat knapp fünf Wochen vor der Abstimmung einen schweren Stand beim Stimmvolk. Das zeigt die neuste Umfrage von gfs.bern im Auftrag von SRF. Derzeit würden 60 Prozent ein Nein in die Urne legen, nur 38 Prozent würden der Initiative zustimmen, zwei Prozent zeigen sich unentschlossen. Weil im November keine Abstimmungen stattfanden, wäre der Abstimmungskampf um „No Billag“ schon sehr früh gestartet – und hat hohe Aufmerksamkeit erhalten. Darum hätten auch 74 Prozent der Befragten bereits eine feste Stimmabsicht. Für die Umfrage wurden zwischen dem 8. und 8. Januar insgesamt 1201 Wählerinnen und Wähler in der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin befragt. Weniger deutlich ist das Resultat bei einer Umfrage der Firma Marketagent im Auftrag von Tamedia, berichten Blick und persoenlich.com. Hier lehnen „nur“ 51,4 Prozent der Befragten die „No Billag“-Initiative ab. Befragt wurden 1233 Stimmberechtigte Personen in der Deutschschweiz und der Romandie. Das Tessin wurde bei der Umfrage offenbar nicht berücksichtigt.

Giacobbo/Müller schalten sich ein
Inzwischen haben sich Viktor Giacobbo und Mike Müller in den Abstimmungskampf eingeschalten. Die beiden Ex-SRF-Satiriker lassen in einem Sketch für das Nein-Lager ihre beiden Figuren Hanspeter Burri und Fredi Hinz wiederaufleben. Dort diskutieren die beiden Charaktere über die „No Billag“-Initiative und kommen zum Schluss, das die Initiative eigentlich „No-unabhängige-News-No-Skirennen-No-Echo-der-Zeit-No-Hörbehindertensendungen-No-Rätoromanisch-No-Fernsehserien-No-34-Lokalsender-No-Volksmusik-aber-Ja-ausländische-Sender“ heissen müsste. Hinter dem Videoclip steckt das Komitee „Nein zum Sendeschluss!“