News-Splitter: Kachelmann, Karasek, Swiss Awards

zeitungsstaenderhochNach Urteil: Bild und Kachelmann streiten weiter. Nach dem Gerichtsurteil, wonach die Bild-Zeitung 635‘000 Euro Schmerzensgeld an Jörg Kachelmann zahlen muss, zeigt sich die deutsche Boulevardzeitung kämpferisch. Der Springer-Verlag wolle in Berufung gehen. Es liege „weder im Interesse der freien Presse noch der Öffentlichkeit, dass Medien irrwitzige Geldentschädigungen zahlen müssen, wenn sie über Aufsehen erregende Strafprozesse gegen bekannte Persönlichkeiten berichten“. Das Urteil kommentierte die Bild-Zeitung mit der Schlagzeile „Keine Millionen für Kachelmann“, obwohl es Kachelmann gelungen war, die bisher höchste Schmerzensgeld-Summe in Deutschland zu erhalten. Aber auch Kachelmann selbst will in Berufung gehen, wie Meedia berichtet. Das Ziel sei, die Summe in der zweiten Instanz zu erhöhen, „sonst erzielen wir keinen Abschreckungseffekt und es ändert sich nie was“, so Kachelmanns Anwalt Ralf Höcker. +++

buecher„Ein grosser Intellektueller“: Reaktionen auf Karaseks Tod. Nach dem Tod von Hellmuth Karasek ehrt der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck das Leben und Wirken des Literaturkritikers und Autors Hellmuth Karasek. Er habe Deutschland und seine Kultur „nachhaltig bereichert“, so Gauck in einem Beileidsschreiben an Karaseks Ehefrau. Die Stimme Karaseks werde fehlen, so der deutsche Vizekanzler Sigmar Gabriel. Der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz würdigte Karasek als einen „grossen Intellektuellen“. Helmuth Karasek wurde dem TV-Publikum bekannt als Teil des „Literarischen Quartetts“ im ZDF. +++

Swiss Awards: SRF lagert Publikumspreis aus. Der Publikumsliebling des Jahres wird nicht mehr in der Swiss Award-Gala im Januar gekürt, sondern bereits einen Monat vorher. Am Samstag, 5. Dezember wird der Publikumspreis in einer einstündigen Sendung vergeben. Moderiert wird die Spezialsendung von Sven Epiney und Christa Rigozzi, demselben Moderatoren-Duo wie bei der Swiss-Award-Gala am Samstag, 9. Januar. +++