News-Splitter: Megadeal um Washington Post, SRF-Twittergate, neue Pläne für ARD/ZDF-Jugendkanal

Megadeal in den USA: Amazon-Chef kauft Washington Post. Das Traditionsblatt wechselt für 250 Millionen Dollar den Besitzer. Damit geht nach acht Jahrzehnten eine Besitzer-Ära zu Ende: 1933 kaufte die Familie Graham die Washington Post, 1972 deckten die beiden Washington Post-Reporter Bob Woodward und Carl Bernstein den Watergate-Skandal auf. Auch bei den NSA-Enthüllungen vor einigen Wochen war die Washington Post beteiligt. Der neue Besitzer – Jeff Bezos – gilt nicht als Manager mit kurzfristigem Profitdenken. Die Werte der „Post“ würden sich nicht ändern, liess Bezos verlauten. Aber es sei auch nicht klar, wohin die Reise geht. +++ SRF-Mitarbeiter bekommt Rüffel wegen Tweet. Der Mitarbeiter antwortete in einem Tweet mit „Bravo“ auf die Ankündigung eines SP-Politikers, zu kandidieren. Das stiess SRF-Chefredaktor Diego Yanez sauer auf: Twitter sei „kein feuchtfröhliches Nachtessen unter Freunden“, wer über Twitter oder Facebook schreibe, befinde sich in der Öffentlichkeit, zitiert die NZZ am Sonntag aus einer internen Mitteilung. Und gerade dort stehe das SRF unter ständiger Beobachtung. Der Mitarbeiter habe aber keinen Verweis erhalten, schreibt das SRF – per Twitter… +++ Jugendkanal von ARD und ZDF startet 2015. Im Interview mit dwdl.de bestätigt der ARD-Chef Lutz Marmor, dass mit dem ZDF Gespräche über einen gemeinsamen Jugendkanal stattfinden würden. Dieser Sender könnte die Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen ansprechen und damit die Lücke zwischen dem Kinderkanal und ZDFneo schliessen. Der Sender könnte bereits 2015 starten. Erste Ergebnisse soll es bereits diesen Herbst geben.