News-Splitter: Schawinski in Strassburg, BaZ ohne Gysi

radioreglerc3Schawinski geht nach Strassburg. Dort sitzt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Dieser muss sich nun mit der Vergabe der UKW-Konzessionen im Aargau und Graubünden auseinander setzen. In beiden Kantonen beantragte Roger Schawinski die Radiokonzessionen und unterlag gegen die Radiosender Argovia und Grischa. Schawinski focht den Entscheid durch alle Instanzen an. Die Begründung: Peter Wanner im Aargau und Hanspeter Lebrument im Graubünden seien mit ihren Medienhäusern marktbeherrschend. Das Bundesverwaltungsgericht schmetterte im April Schawinskis Beschwerden als „gegenstandslos“ ab. Das Bundesgericht habe es sich „sehr einfach“ gemacht und den Rechtsstreit „abgewürgt“, so Schawinskis Anwalt Adrian Bachmann in der NZZ am Sonntag. Schawinski doppelt nach: „Das Urteil… ist zynisch, nicht nachvollziehbar und damit inakzeptabel“. Die Erfolgsaussichten in Strassburg beurteilt Schawinski-Anwalt Bachmann „als intakt – wenn auch nicht überwältigend“. +++ BaZ verliert Gregor Gysi. Der bekannte deutsche Linkspolitiker mag nicht mehr Kolumnist bei der Basler Zeitung sein. Nach nur einer Ausgabe gibt Gysi seine Kolumne wieder ab, berichtet die Schweiz am Sonntag. Über die Gründe hüllt sich Gysi in Schweigen. Die Schweiz am Sonntag spekuliert, er habe erfahren, dass es sich bei der BaZ um eine rechtsbürgerliche Zeitung handle. +++ Spioniert das SRF seine Zuschauer aus? Betroffen seien Zuschauer, die via HBB-TV Informationen aufriefen, berichtet die SonntagsZeitung. Durch das drücken auf den „Red Button“ erfahre das Schweizer Fernsehen, welchen Sender der Zuschauer gerade sieht und auf welchen Sender er danach wechselt. So entstehe nach und nach ein Zuschauerprofil. Die Daten für dieses Profil lässt das Schweizer Fernsehen noch bis Ende Monat von Google auswerten. Das Schweizer Fernsehen informiere die Zuschauer im Impressum, für Datenschützer Hanspeter Thür ist das zu wenig. Der Zuschauer müsste an prominenterer Stelle über die Datensammlung informiert werden, nicht erst, wenn er sich durch mehrere Seiten des Impressums durchgeklickt habe.