„No Billag“: Privatsender scharf auf SRG-Filetstücke?

billagSollte das Schweizer Stimmvolk die „No Billag“-Initiative annehmen und die SRG abgeschafft werden, würden sich die Schweizer Privatsender dann die Filetstücke aus dem SRF-Programm schnappen? Der AZ Medien-Sender TV24 zeigt laut der SonntagsZeitung Interesse etwa am Lauberhornrennen, dem Spengler-Cup und weiteren Rechten an Eishockey, Fussball und Tennis. Auch bei TeleZüri würde „vermehrt in Inhalte investiert, die heute die SRG besetzt“, so Roger Elsener, Geschäftsführer des Bereichs TV und Radio. Für die beiden anderen Regionalsender der AZ Medien, Tele M1 und TeleBärn würde die Luft aber dünner. Diese Sender könnten „die Qualität des regionalen Service public nicht gleich hoch halten“. Was das konkret bedeutet, führt Elsener nicht aus. Bei den Pay-TV-Sendern UPC Mysports und Teleclub herrscht in Sachen „No Billag“ Funkstille. Sie wollen sich zur Initiative nicht äussern.

Wie weiter nach “No Billag?
Dominik Kaiser, Chef des Privatsenders 3+ hat sich bereits vor einigen Wochen gegenüber der „Schweiz am Wochenende“ vernehmen lassen. Nach einem Ja zu „No Billag“ könne man es sich vorstellen „noch schneller noch mehr Geld“ in serielle Fiktion und Unterhaltungsformate zu investieren. Wie es mit den Schweizer Medien nach der „No Billag“-Initiative weitergehen könnte, ist auch Thema im SRF-Medienclub am Dienstagabend. Unter der Leitung von Franz Fischlin diskutieren „No Billag“-Initiant Olivier Kessler, Radio 105-Gründer Giuseppe Scaglione, die stellvertretende SRG-Generaldirektorin Ladina Heimgartner und Casper Selg, ehemaliger Leiter des „Echo der Zeit“ bei Radio SRF.

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