„No Billag“: Privatsender warnen, Martullo-Blocher sagt Ja

billagWenn die «No Billag»-Initiative angenommen werde, stehe die Zukunft von 21 privaten Radiosendern und 13 Fernsehstationen auf dem Spiel. “Auch Radio Neo 1 könnte mit der Annahme der Initiative in der heutigen Form nicht mehr existieren”, schreiben die Neo 1-Chefs Nadine Gasser und Jüre Lehmann in einer Mitteilung. Das Gebührensplitting erlaube es Neo 1, «ein Radioprogramm zu produzieren und der Region so eine Stimme zu geben». Ohne das Gebührensplitting wäre das nicht mehr möglich. Ähnlich äusserte sich bereits André Moesch, Präsident von Telesuisse in der «No Billag»-Arena vor wenigen Wochen. Gegenüber dem St. Galler Tagblatt warnt er vor einem «Kahlschlag im Schweizer Mediensystem».

Blocher-Tochter stimmt Ja
Ganz anders sieht es SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher. Im Interview mit dem SonntagsBlick erklärt die Tochter von Christoph Blocher, sie hätte die Billag-Gebühr auf die Hälfte reduzieren wollen. Dieser Vorstoss sei bei den anderen Parteien nicht durchgekommen. Nun gehe es „um alles oder nichts“. Deshalb stimme sie dafür. Die Initiative werde aber kaum angenommen werden.

SRG-Angestellte haben Angst
Das beruhigt viele SRG-Mitarbeitende aber offenbar kaum. Sie bestürmen derzeit die SRG-Gewerkschaft SSM. Täglich gebe es mehrere Anrufe von stark verunsicherten SRG-Angestellten, meldet Radio Zürisee. Zwar werde nun das Personal aufgestockt, trotzdem sei es schwierig, die SRG-Mitarbeiter zu unterstützen. Die Folgen der Initiative seien noch nicht absehbar.

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