„Schlag den Henssler“: Ein TV-Koch als neuer Raab?

2013-08-14 15.35.01Wird es die Wiederbelebung der beliebten Samstagabend-Live-Show wie zu Raabschen Zeiten oder hat sich hier der TV-Koch zuviel aufgeladen? Diese Frage steht am Tag der ersten Ausgabe von „Schlag den Henssler“ auf ProSieben im Raum. Zunächst die Fakten: der TV-Koch Steffen Henssler startete seine TV-Karriere 2004 im NDR, wechselte 2007 zum deutschen Privatsender Vox und wurde dort mit der Kochshow „Grill den Henssler“ bekannt, nebenbei war er auch bei Kochformaten im ZDF zu sehen. 2014 versuchte RTL erfolglos, Henssler als Nachfolger von Christian Rach in dessen Format „Rach – der Restauranttester“ zu installieren. Nun kommt der Schritt weg vom Kochen zur reinen Unterhaltung. Zwar sendet ProSieben seit dem Raabschied vor fast zwei Jahren tapfer den „Schlag den Raab“-Klon „Schlag den Star“ weiter, wo zwei Promis gegeneinander antreten. Doch das „Original“-Format „Schlag den Raab“ war seitdem verwaist.

Vom Metzger zum Koch
Nun versucht sich Henssler als Nachfolger von Stefan Raab. Am Samstagabend um 20:15 Uhr ist die erste Folge von „Schlag den Henssler“ zu sehen. Meine Prognose: klar ist Henssler nicht Raab und das soll er auch gar nicht sein. Aber: wie Raab spaltet auch Henssler die TV-Zuschauer in zwei Lager. Was im herkömmlichen Fernsehbetrieb ein Problem sein könnte, ist in diesem Format von Vorteil, sogar vielleicht ein wichtiges Element der Show. Und Henssler hat den nötigen Ehrgeiz. Wie Raab will er unbedingt gewinnen, auch bei einem sympathischen Gegenkandidaten wird er keine Gnade kennen. Ich jedenfalls bin gespannt auf die erste Ausgabe von „Schlag den Henssler“. Fehlt eigentlich nur noch der passende Hashtag.

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Verein stellt sich gegen “No Billag”, Playboy-Gründer gestorben

„No Billag“-Gegner gründen Verein. Die „No Billag-Initiative“ sei „gefährlich“ und „radikal“, sie drohe den „Medienplatz Schweiz“ zu „schwächen“. Die Annahme der Initiative würde das „Ende der SRG sowie der meisten privaten Radio- und Fernsehstationen in der Schweiz bedeuten“. Das schreibt der neu gegründete Verein „Nein zum Sendeschluss“ auf seiner Homepage. Er wolle sich im Abstimmungskampf gegen die „No Billag-Initiative“ engagieren. Hinter dem Verein stehen Persönlichkeiten wie Schriftsteller Pedro Lenz, MAZ-Direktor und Ex-SRF-Chefredaktor Diego Yanez oder Laura Zimmermann, Co-Präsidentin der „Operation Libero“. +++

Playboy-Gründer Hugh Hefner tot. Er sei im Alter von 91 Jahren „friedlich und unter natürlichen Umständen in seinem Haus ‚The Playboy Mansion‘ im Kreise seiner Lieben“ gestorben, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens Playboy Enterprises. Hefner brachte das Männermagazin in den USA am 1. Dezember 1953 auf den Markt. Gleich die erste Ausgabe sorgte für Wirbel, weil auf dem Cover die nackte Marilyn Monroe zu sehen war. Am 1. August 1972 ging die erste deutschsprachige Ausgabe des Playboys an die Kioske. Insgesamt gibt es den Playboy momentan in 35 Landes-Ausgaben, darunter Länder wie die Mongolei oder Israel.

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Switzerland’s Next Topmodel, mehr Geld für Privatsender

tvbildschirmblau2ProSieben lanciert „Switzerland’s Next Topmodel“. Der Schweizer Ableger des deutschen Privatsenders will die Model Casting-Show im Herbst 2018 auf die Schweizer Bildschirme bringen. Im nächsten Frühjahr soll das Casting stattfinden und im nächsten Sommer die Dreharbeiten. „Switzerland’s Next Topmodel“ soll „qualitativ hochwertig“ und „im gleichen Stil produziert“ daherkommen wie das Vorbild aus Deutschland, erklärte Andrea Haemmerli, Managing Director von SevenOne Media (Schweiz) heute an einem Branchentreffen in Zürich. Wer die Schweizer Heidi Klum werden soll, das wollten die Verantwortlichen heute allerdings noch nicht verraten. +++

Mehr Gebührengelder für Privatsender. Die privaten Radio- und Fernsehstationen sollen künftig fix sechs Prozent am Gebührenkuchen erhalten. Dieser Regelung hat heute nach dem Nationalrat auch der Ständerat zugestimmt, berichtet der Klein Report. Damit würden die Privatsender in diesem Jahr von den Billag-Geldern insgesamt 81 Millionen Franken bekommen. Für die No Billag-Initiative hatten National- und Ständerat allerdings kein Gehör. Das Parlament empfiehlt dem Stimmvolk, die Vorlage abzulehnen. +++

Fernsehprogramm wird immer mehr zum „Second Screen“. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Schweizer würden auf ihren Smartphones. Laptops und Tablets chatten, Mails checken, tweeten oder posten, während der Fernseher läuft. Das zeige eine Umfrage des „Quickline Barometers“, wie der Klein Report berichtet. Bei den 14- bis 29-Jährigen geht der Anteil sogar auf 72 Prozent hoch. Nur noch Essen vor dem TV ist so beliebt wie das surfen vor dem Fernseher: ebenfalls etwa zwei Drittel gaben an, während des TV-Konsums etwas zu knabbern. Übrigens: laut der Umfrage geben immerhin 35 Prozent an, vor dem Fernseher gelegentlich auch einzudösen. +++

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Ninja Warrior bei TV24, ARD als Quoten-Wahlsiegerin

2678_9_TV24Logo_positiv_jpg_webTV24 holt „Ninja Warrior“ in die Schweiz. Der AZ Medien-Sender wagt mit der Unterhaltungsshow an seine erste Eigenproduktion. Moderiert werden soll „Ninja Warrior Switzerland“ von Ex Music Star-Moderatorin Nina Havel und Radio 24-Moderator Maximilian Baumann. Die ersten Folgen sollen im nächsten Jahr ausgestrahlt werden. In Deutschland läuft „Ninja Warrior“ beim Privatsender RTL. +++

Wahlen in Deutschland sorgen für Topquoten. Die ARD darf sich als Wahlsiegerin der Fernsehquoten am Sonntagabend fühlen, wie dwdl.de berichtet. Die knapp dreistündige Wahlsendung der ARD konnte 5,77 Millionen Menschen erreichen, der Marktanteil lag bei 21,7 Prozent. Spitzenreiter war die Hauptausgabe der Tagesschau um 20 Uhr mit 9,60 Millionen ZuschauerInnen und 28 Prozent Marktanteil. Das ZDF landet mit 3,51 Millionen ZuschauerInnen und 14,3 Prozent Marktanteil auf dem zweiten Platz. Weniger gut lief es für die Privatsender RTL (1,84 Millionen ZuschauerInnen, 11,1 Prozent Marktanteil) und Sat.1 (670’000 ZuschauerInnen, 3,3 Prozent Marktanteil). +++

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Wahlen in BRD: Medien mitverantwortlich am AfD-Erfolg?

Nach dem Wahlerfolg der „Alternative für Deutschland“ am Sonntagabend streiten Politiker und Journalisten um eine Mitverantwortung der Medien am Einzug der populistischen Partei in den Deutschen Reichstag. Bereits in der „Berliner Runde“ am Sonntagabend entbrannte der Streit um die Rolle der Medien. Linken-Politikerin Katja Kipping kritisierte die Themensetzung des TV-Duells von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 vor einigen Wochen. Dort seien soziale Themen nur am Rand vorgekommen. Auch CSU-Politiker Joachim Herrmann übt Kritik an den Medien. „Wir reden schon wieder die Hälfte der Zeit nur über die AfD“. Er würde lieber über Zukunftsthemen sprechen, aber die Medien liessen das nicht zu. Die Moderatoren der „Berliner Runde“ wehrten sich, die Öffentlich-Rechtlichen anzugehen, sei „schwach“. Auf Twitter ging währenddessen und danach die Diskussion um die Verantwortung der Medien und deren Themensetzung am Wahlresultat weiter:

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Abstimmungs- und Wahlsonntag im TV, neuer Name für N24

Abstimmungen und Wahlen bei SRF und TeleZüri. Das Schweizer Fernehen und der AZ Medien-Sender berichten am Sonntag umfassend über die nationalen Abstimmungen zur AHV und Ernährungssicherheit. TeleZüri berichtet ab 12 Uhr live und bietet auf seiner Homepage ausserdem einen Newsticker an. Eine halbe Stunde später startet auf SRF die Berichterstattung zum Abstimmungssonntag. Um 17 Uhr folgt dann die „Elefantenrunde“ mit den Parteipräsidenten. Auch auf die Bundestagswahl in Deutschland wird ein Auge geworfen. Ab 17:45 Uhr melden sich Susanne Wille und Adrian Arnold live aus Berlin. Um 21:50 Uhr wird eine zweite Sondersendung zu den Wahlen in Deutschland nachgeschoben. +++

Neuer Name für N24. Der deutsche Nachrichtensender heisst ab 18. Januar „Welt“. Die Umbenennung des Senders ist nur noch Vollzug, bereits 2013 kündete der damals neue Besitzer Axel Springer an, dass N24 in Zukunft „Welt“ heissen soll. Damit soll der Nachrichtensender mit der „Welt“-Gruppe zusammen geführt werden. Zusammen mit der Tageszeitung „Welt und den gleichnamigen Online-Angeboten soll „DER Info-Brand im deutschsprachigen Raum“ entstehen, wie es in einem Werbevideo heisst. +++

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SRF-Chef geht, neuer Bundesrat kommt, Günther Jauch bleibt

2013-08-14 15.42.40SRF-Unterhaltungschef geht. Christoph Gebel werde Ende Jahr die Leitung abgeben. Das teilt das SRF heute mit. Gebel war seit 16 Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen bei Radio und Fernsehen SRF tätig. Er bleibe dem Haus als „Senior Advisor“ erhalten. Wer Nachfolgerin oder Nachfolger von Gebel wird, sei noch nicht geregelt. Die Stelle werde intern und extern ausgeschrieben. +++

bundeshausSRF zeigt Bundesratswahl live. Am Mittwoch muss die Crew des Schweizer Fernsehens früh aus den Federn. Bereits ab 7:30 Uhr berichten Susanne Wille und ihr Team aus der Wandelhalle im Bundeshaus. Als Kommentator kommt Hanspeter Trütsch zum Einsatz. Die Sendung werde so lange dauern, bis die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Bundesrat Didier Burkhalter gewählt sei, teilt das Schweizer Fernsehen mit. Am Abend nach der Wahl stelle sich das neue Bundesratsmitglied dann im „Rundschau Talk“ den Fragen von Susanne Wille und Sandro Brotz. +++

tvbildschirmblau2Günther Jauch verlängert Vertrag mit RTL. In den letzten Wochen machten immer wieder Gerüchte um die Zukunft von Jauchs „Wer wird Millionär?“ die Runde, nun scheint pünktlich zum 18. Geburtstag die Zukunft des Quizklassikers gesichert. Jauch habe seinen „Handschlagvertrag“ mit RTL bis Mitte 2018 verlängert. Er wolle sogar bis 2019 weitermachen, so Jauch gegenüber dem Kölner Express. +++

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“Mini Beiz, dini Beiz” besucht Basel oder: Fernseh-Balsam auf die geschundene Basler TV-Seele

reserviert_schildWir Baslerinnen und Basler fühlen uns von der Restschweiz ja meistens chronisch vernachlässigt, nicht-beachtet und geringgeschätzt. Auch und vor allem wenn es um die Medien geht. Der SRF-Sportkommentator „hilft“ beim FCB-Match immer den Anderen, in den SRF-News geht es immer nur um Zürich und Bern und wird nicht der Böög stundenlang live übertragen und unsere kulturell und gesellschaftlich hoch wertvolle Basler Fasnacht in den Fernseh-Randstunden versteckt? Umso mehr ist es Balsam auf die zarte Basler Seele, wenn sich eine SRF-Sendung eine Woche lang unserer kleinen Stadt am Rheinknie widmet. So wie nächste Woche. Das SRF-Format „Mini Beiz, dini Beiz“ erkundet von Montag bis Freitag fünf Basler Beizen. Jeweils ein Stammgast wirbt für seine Lieblingsbeiz.

Wo sind die Basler Kultbeizen?
Die Kandidaten haben so klangvolle Namen wie „“Café Artigiano“, „Weiherhof“, „LA“, „Royal Palace“ und „Bistro Salz und Zucker“. Jedes Restaurant wird besucht, nach einer Woche wird der Sieger gekürt. Bleiben eigentlich nur noch zwei Fragen: warum sind so Basler Kultbeizen wie „Zum schiefen Eck“ oder „Zem alte Schluuch“ nicht dabei und wird uns die Restschweiz nach dieser Woche bei „Mini Beiz dini Beiz“ bis zur Fasnacht einfach wieder fernsehtechnisch links liegen lassen? ;-)

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Der Countdown läuft – am Freitag startet MySports

Wer als UPC-Kunde momentan durch die Fernsehsender seiner TV-Box zappt, kommt gar nicht daran vorbei: auf gefühlt dutzenden Kanälen ist derzeit die Endlos-Werbeschleife für den neuen UPC-Sportsender MySports zu sehen. Doch am Freitag ist Schluss mit dem Endlos-Werbeclip. Um 18 Uhr geht der jüngste Schweizer Sport-TV auf Sendung. Programmleiterin Steffi Buchli begrüsst das Publikum und macht eine Führung durch die Studioräumlichkeiten. Um 18:15 Uhr dann der erste Eishockey-Talk, gefolgt von der ersten Liveübertragung des Spiels HC Davos gegen EV Zug. Künftig sollen laut Medienmitteilung bei MySports  jeweils ein Spiel der Schweizer Eishockey-Liga A und B frei empfangbar gezeigt werden, ebenso ausgesuchte Spiele der ersten und zweiten deutschen Bundesliga. Daneben werden auch Basketball-, Handball- und Volleyball-Events gezeigt. Mit einem österreichischen Energy Drink-Hersteller hat der Sender eine Partnerschaft abgeschlossen und darf darum diverse Sportevents des roten Bullen zeigen.

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Neues Newsportal heisst “nau.ch”, Domian plant TV-Comeback

2013-08-14 14.24.54Aus Passenger TV wird nau.ch. Wer in diesen Tagen auf die Webpräsenz nau.ch surft, findet dort vorerst nur eine rote Fläche mit einer Medienmitteilung und ein Anmeldeformular für einen Newsletter. Das soll sich „sicher noch 2017“ ändern, erklärt Yves Kilchenmann, Mitgründer der Livesystems Holding gegenüber der Bilanz. Bereits 45 Journalistinnen und Journalisten seien rekrutiert worden, welche nicht nur das Online-Newsportal, sondern auch die Bildschirme von Passenger TV und Gasstation TV in den öffentlichen Verkehrsmitteln und in Tankstellen bespielen sollen. +++

TV-Comeback für Domian. Der langjährige Nachttalker im WDR-Radio und -Fernsehen hat offenbar genug von seiner Verschnaufpause. Jürgen Domian denke über eine mediale Rückkehr in die Öffentlichkeit vor, erklärt er im Zeit Magazin Mann. Er würde gerne einen sogenannten „Walk Talk“ präsentieren, ein Format, in dem er Gäste von der Strasse zum Interview empfange. Wie weit die Pläne vorgeschritten sind und ob sie bei Domians Haussender WDR verwirklicht werden, ist unklar. +++

2013-08-14 15.42.40Mehr SRF-Programm für Sinnesbehinderte. Ziel sei es, bis in fünf Jahren 80 Prozent des SRF-Programms mit Untertitel zu versehen. Auch bei gebärden-unterstützten und autodeskripierten Sendungen solle es eine Steigerung geben, schreibt die SRG in einer Mitteilung. Bis 2022 sollen 45’000 Stunden Programm untertitelt, 1000 Stunden gebärdet und 900 Stunden autodeskripiert werden. Die SRG habe ein entsprechendes Abkommen mit sieben Verbänden für Sinnesbehinderte abgeschlossen. Diese Massnahmen kosten 17 Millionen Franken. +++

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