SRF-Sportrechte, Bieler Tagblatt, RTL-Dschungelcamp

IMG_3812AZ Medien „gluschtig“ auf SRF-Sportrechte? Grosse Teile der Live-Sport-Übertragungen würden sich auch von einem Privatsender „gewinnbringend“ betreiben lassen. Diese Meinung vertritt Roger Elsener, Fernsehchef bei den AZ Medien gegenüber dem SonntagsBlick. Nach einem Ja des Stimmvolks zu „No Billag“ würde Elsener „die Chance nutzen und die Übernahme einzelner Geschäftsbereiche prüfen“. Die SRG widerspricht vehement der These, mit Live-Sport liesse sich in der Schweiz Geld verdienen. Mit Werbung oder Sponsoring könnten nur 13,1 Prozent der Vollkosten gedeckt werden, erklärt Lino Bugmann, Mediensprecher von SRF Sport. +++

Bieler Tagblatt mit happigen Preisaufschlag. Der Abopreis steigt von 449 Franken auf 489 Franken. Es sei die grösste Preiserhöhung in der Geschichte des Bieler Tagblatts, schreibt Chefredaktor Bernhard Rentsch in einem Appell an die Leserschaft. „Schuld“ seien die geschrumpften Werbeeinnahmen. Man wolle auf die Berichterstattung aus der Region nicht verzichten, deshalb müsse nun der Abopreis steigen. +++

RTL plant Dschungelcamp-Late Night-Show. Der deutsche Privatsender plane parallel zur neusten Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ eine allabendliche Late Night-Show beim RTL-Schwestersender RTLplus. Das berichtet quotenmeter.de. Die Sendung soll jeweils im Anschluss an die aktuelle Dschungelcamp-Folge ausgestrahlt werden. Moderatorin der Sendung soll das RTL-Gesicht Angela Finger-Erben werden. +++

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„No Billag“-Crowfunding hat Sammelziel zur Hälfte erreicht

billagNach dem Wirbel um den Rauswurf bei der Crowdfunding-Plattform „Wemakeit“ (Bachmediennews berichtete) haben die „No Billag“-Initianten am 6. November ihr eigenes Crowdfunding gestartet. Ziel sei es, 100’000 Franken für den Abstimmungskampf zu sammeln. Dieses Ziel sei zur Hälfte erreicht, teilen die Initianten auf Twitter mit. Am Dienstagabend zeigte die Spendenuhr über 49’000 Franken.  Um Geld dreht sich auch ein Artikel des Tages-Anzeigers. Dieser rechnet vor, das nach einem Ja zur „No Billag“-Initiative die SRG tief in die Taschen greifen müsste. Sollte die SRG den Betrieb schliessen müssen und alle ihre Angestellten verlassen, würde das mit 100 Millionen Franken zu Buche schlagen. Das Geld würde in den Sozialplan fliessen.

Medienverband hat Mühe
Inzwischen zeigt der Verband Schweizer Medien Mühe, für eine Ja- oder Nein-Parole zur Abstimmung zu entscheiden. Man hätte sich an einer Sitzung letzte Woche nicht einigen können, sagte Verbands-Vizepräsident und Chef der  AZ Medien Peter Wanner am Dienstag in einer Rede. Der Entscheid sei vertagt worden. Denn man sei „nicht glücklich über den Ist-Zustand“, dennoch sei „No-Billag“ „zu radikal“. Einen Gegenvorschlag hätte man eventuell unterstützen wollen, ein solcher sei aber nicht zustande gekommen.

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Quotenerfolg dank Nati, neue Namen fürs Dschungelcamp

IMG_3812Millionenpublikum schaut Barrage-Krimi der Schweizer Nati. Das sich die Schweizer Nationalmannschaft für die WM 2018 qualifiziert hat, freut nicht nur die Fussballfans, sondern auch das Schweizer Fernsehen. Das entscheidende Barrage-Spiel zwischen der Schweiz und Nordirland sahen über 1,4 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Marktanteil lag in der Spitze bei 57,5 Prozent. Damit holte das SRF einen Rekord: es war das Schweizer WM-Quali-Spiel mit den höchsten Einschaltquoten. +++

Schweizer Journalisten in Abu Dhabi festgehalten. Eigentlich wollten ein Journalist und ein Kameramann des Westschweizer Fernsehens RTS nur eine Reportage über die Eröffnung des Louvre Abu Dhabi drehen, als sie auf einem Marktplatz verhaftet wurden. Anschliessend seien die Journalisten 50 Stunden von der Polizei festgehalten worden. Das berichten RTS und der Klein Report. Ausserdem seien Kamera, Computer und Speicherdisketten beschlagnahmt worden. Der Grund: die beiden seien verdächtigt worden, für ein NGO oder ein Drittland zu arbeiten. In der Nacht auf Sonntag konnten die Journalisten in die Schweiz zurückkehren. Einen Grossteil ihres Materials mussten sie allerdings zurücklassen. RTS teilt mit, man verurteile den Versuch der Einschüchterung und den Angriff auf die Pressefreiheit. +++

Neue Namen fürs RTL-Dschungelcamp. Neben Jenny Frankhauser, der Schwester von Daniela Katzenberger soll auch Natascha Ochsenknecht im nächsten Januar an der RTL-Show „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ teilnehmen. Letztere war im letzten Jahr noch bei „Promi Big Brother“ auf Sat.1 zu sehen. Ausserdem sollen der Bachelorette-Gewinner David Friedrich und Matthias Mangiapane ins Dschungelcamp einziehen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Der Privatsender RTL äussert sich nicht zu den Namen der möglichen TeilnehmerInnen. +++

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Wirbel um gestoppte Crowdfunding-Aktion von “No Billag”

billagDrei Tage nach dem Start müssen die „No Billag“-Initianten eine Geldsammelaktion auf der Plattform „Wemakeit“ bereits wieder abbrechen. Die Betreiber der Plattform hatten der Crowdfunding-Aktion den Stecker gezogen. Die „No Billag“-Initiative sei „staatspolitisch gefährlich” und man wolle dieser „auf keinen Fall eine Plattform bieten“. Sie sei „für den Zusammenhalt des Landes und für die regionale Medienvielfalt verheerend“, schreibt „Wemakeit“ in einer Mitteilung via Twitter.
Die bisher gesammelten 11’500 Franken werden an die rund 170 Spenderinnen und Spender zurück gegeben. Johannes Gees, Partner bei „Wemakeit“ erklärt gegenüber 20 Minuten, ihr Vorgehen sei „als privates Unternehmen völlig legitim“. Als Verfechter der privaten Initiativen hätten die „No Billag“-Befürworter sicherlich Verständnis dafür.

Kessler spricht von “Sabotage”
„No Billag“-Initiant Oliver Kessler spricht im Blick von „Sabotage“. Es sei ein „Akt der Willkür und ein Affront gegenüber den 170 Personen, die bereits gespendet haben“. Und Kessler doppelt nach: „Von einer Schweizer Firma hätten wir ein besseres Verständnis für die Funktionsweise der direkten Demokratie erwartet“. Man suche nun nach einer anderen technischen Lösung für das Crowdfunding. Die Sympathisanten sollen in der Zwischenzeit via PayPal oder Banküberweisung spenden.

Mehrheit für Nein bei Tagi-Umfrage
Doch das abgewürgte Crowdfunding ist nicht die einzige schlechte Nachricht heute für die „No Billag“-Befürworter. Eine Umfrage des Tages-Anzeigers bei rund 4000 Online-Leserinnen und Lesern zeigt: 58,3 Prozent der Befragten lehnt die „No Billag“-Initiative ab. Weitere 12,4 Prozent stimmen ebenfalls Nein, obwohl sie in vielen Punkten nicht mit der SRG einverstanden seien.

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Billag-Streit in der Arena, Widerstand gegen BaZ

tvbildschirmblau2Billag-Streit kommt in die Arena. Nach den tagelangen Scharmützeln in den sozialen Medien zwischen Billag-Gegnern und -Befürwortern findet der Abstimmungskampf zur „No Billag“-Initiative diesen Freitagabend vermutlich ihren vorläufigen Höhepunkt. Die Kontrahenten werden in der SRF-Arena ihre Klingen kreuzen, wie das Schweizer Fernsehen mitteilt. Mit dabei sind unter anderem von „No Billag“ Ko-Präsident Olivier Kessler und der Kommunikationsverantwortliche Andreas Kleeb, ausserdem SRG-Präsident Jean-Michel Cina und André Moesch, Präsident von Telesuisse. +++

Widerstand gegen BaZ-Pläne. In einem Appellzur Rettung eigenständiger Medien in der Südostschweiz“ wehren sich 18 Persönlichkeiten aus der Region unter Federführung der SP Graubünden gegen die geplante redaktionelle Zusammenarbeit zwischen der Basler Zeitung und der Somedia. Das berichtet persoenlich.com. Der Appell richte sich in erster Linie an den Somedia-Verleger Hanspeter Lebrument. Er solle die Verhandlungen mit der Basler Zeitung einstellen, wird gefordert. +++

Weltmeister-Konkurrenz für Joko und Klaas. RTL startet sein eigenes „Duell um die Welt“, wie dwdl.de berichtet. Die Moderatoren Frank “Buschi” Buschmann und Jan Köppen reisen in der neuen TV-Show „Buschi vs. Köppen“ rund um die Welt und messen sich in landestypischen Wettkämpfen. In der ersten Folge am 29. November geht die Reise nach Japan. Dort müssen die beiden Moderatoren etwa Sumo ringen oder Karaoke singen. +++

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House of Cards, TagesWoche, Mona mittendrin

ComputerNetflix stellt „House of Cards“ ein. Nach der sechsten Staffel soll Schluss sein mit den Machenschaften von Frank Underwood, teilte der Streamingdienst am Montagabend mit, keine 24 Stunden nach den neusten negativen Schlagzeilen um Hauptdarsteller Kevin Spacey. Netflix betont in einer Stellungnahme, der Entscheid, „House of Cards“ einzustellen, sei schon vor Monaten gefallen. Allerdings sei man „zutiefst erschüttert über die Nachrichten (…) bezüglich Kevin Spacey. Wie zuvor geplant, arbeitet Spacey zur Zeit nicht am Set“. Tatsächlich laufen die Dreharbeiten zur finalen „House of Cards“-Staffel schon seit Anfang Oktober. +++

Spendenaufruf der TagesWoche. Sibylle Schürch, die Chefin der TagesWoche schreibt in einem Aufruf: „Eigentlich müsste ich nur einen einzigen Satz schreiben: Lösen Sie bitte ein Abo, denn wir müssen mehr Geld verdienen“. Und weiter: die Zahl der Abonnenten sei zwar stabil, aber die Unterstützungsgelder der Stiftung für Medienvielfalt würden zurück gefahren. Künftig müsse man 80 Prozent der Finanzierung selbst erwirtschaften. “Wir betteln nicht einfach, wir kämpfen ums überleben“. +++

Mona Vetsch besucht Basler Friedhof. In der SRF-Reihe „SRF Heimatland: Mona mittendrin“ verbringt die SRF-Moderatorin jeweils drei Tage unter chinesischen Touristen, in einem Gefängnis oder diesen Donnerstag auf dem Friedhof Hörnli in Riehen, dem grössten Friedhof der Schweiz. Dort begleitet Mona Vetsch die Mitarbeitenden im Kampf gegen die Grabschmuck-fressenden Rehe und holt bei den Bestattern eine Leiche ab. +++

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Serientipps: von Spionen, Mördern und dem Weltall

Habt ihr auch das Gefühl, eure gesamte Twitter/Facebook/Instagram-Timeline sitzt dieses Wochenende vor dem Bildschirm und bingt die neue, zweite Staffel von „Stranger Things“? Kein Wunder, die Mystery-Serie mit starkem Akzent auf die Popkultur der 80er-Jahre ist ja auch eine der meist gehypten Serien der letzten Jahre. Seit Freitag sind nun die neun neuen Folgen auf Netflix abrufbar. Und leider auch schnell wieder vorbei. Um Entzugserscheinungen vorzubeugen, habe ich euch meine Serientipps für die kalten, grauen Herbsttage zusammen getragen:

The Americans
Elizabeth, Philipp und ihre beiden Kinder sind eine typische amerikanische Vorstadtfamilie. Die Eltern arbeiten im Reisebüro, die Tochter und der Sohn gehen zur Schule. Morgens und Abends trifft man sich am Familientisch und bespricht die alltäglichen Probleme. Aber der Schein trügt: Elizabeth und Philipp sind eigentlich zwei russische Spione, die von der Sowjetunion eingeschleust wurden, um auf feindlichem Terrain zu operieren. Dumm nur, das ihr Nachbar ausgerechnet beim FBI arbeitet. „The Americans“ zeigt die spannende, aber auch gefährliche und rücksichtslose Arbeit der Geheimagenten auf beiden Seiten des Kalten Krieges. Und als Zuschauer weiss man nie so Recht, auf welcher Seite man stehen soll.

Mindhunter
Was geht in den Köpfen von Serienmördern vor? Was treibt sie zu ihrer Tat? Aus welchem Milieu stammen sie, wie sieht ihre Biographie aus? Um diese Fragen dreht sich die Netflix-Serie „Mindhunter“. Obwohl Serie hier eigentlich fast schon der falsche Begriff ist, vielmehr handelt es sich um einen 10-stündigen Film, der in 10 rund einstündige Episoden aufgeteilt wurde. „Mindhunter“ dreht sich um eine Gruppe von FBI-Agenten, die Ende der 70er-Jahre Serienmördern mit Psychologie auf die Spur kommen wollen. Dabei treffen sie auf erheblichen Widerstand. Die Serie stammt unter anderem aus der Feder von David Fincher. Und das merkt man „Mindhunter“ deutlich an. Stellenweise war ich sehr an Finchers Spielfilm „Zodiac – die Spur des Killers“ erinnert. Nicht das schlechteste Urteil für eine Serie.

Unser Cosmos – die Reise geht weiter
Ich bin vom Weltall total fasziniert, verstehe aber leider viel zu wenig davon. Wenn es euch ähnlich geht, kann ich euch nur die Wissenschafts-Serie „Cosmos“ mit Neil deGrasse Tyson empfehlen. In 13 Folgen versucht der charismatische Wissenschaftler, uns das Weltall und die Entstehung der Erde zu erklären. Aber nicht staubtrocken, wie es vielleicht ein/e mache/r von uns in der Schule erleben musste, sondern hochspannend und empathisch mit allen Möglichkeiten der modernen Erzählung. Ein Indiz, dass „Cosmos“ alles andere als schulmeisterlich daher kommt, ist sicher auch der Produzent der Sendung – Seth MacFarlane, seines Zeichens Schöpfer der  Zeichentrickserien „Family Guy“ und „American Dad“.

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BaZ und Südostschweiz zusammen, neue SRF-Serie

zeitungsstaenderhochBaZ und Südostschweiz planen Zusammenschluss. Die Basler Zeitung und die Südostschweiz wollen einzelne Ressorts zusammenlegen, die Folge wäre ein Stellenabbau, berichtet die TagesWoche. Betroffen wären die Abteilungen Inland, Ausland, Wirtschaft und Kultur. Verleger Hanspeter Lebrument bestätigt gegenüber der TagesWoche die Pläne mit BaZ-Chef Markus Somm. Dieser soll zwar keine redaktionelle Aufgabe in Chur übernehmen, aber seine samstäglichen Leitartikel sollen auch in der Südostschweiz abgedruckt werden. Ob es wirklich zur Zusammenarbeit komme, hänge davon ab, wieviel man einsparen könne. +++

SRF startet neue Serie „Wilder“ im November. Neben dem „Bestatter“ will das Schweizer Fernsehen eine zweite, selbstproduzierte Krimiserie etablieren. Die neue Serie „Wilder“ soll diese Rolle übernehmen. Am Dienstag, 7. November zeigt SRF 1 die erste Folge von „Wilder“. Der Inhalt: ein Schweizer Bergdorf gerät ins internationale Rampenlicht, als kurz vor dem Baustart eines umstrittenen Ferienresorts die Tochter des arabischen Investors spurlos verschwindet. Die Serie spielt zum grössten Teil in der Schweizer Schneelandschaft. Vor der Kamera stehen unter anderem Sabina Schneebeli, László Kish und Christian Kohlund, der zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder in der Schweiz vor der Kamera steht. +++

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50 Jahre “Aktenzeichen XY… ungelöst”: und ewig gruselt sich der Zuschauer

Diese Sendung ist ein Phänomen. Vor genau 50 Jahren, am 20. Oktober 1967 flimmerte (hier stimmt der Begriff für einmal, die Fernsehkisten flimmerten tatsächlich noch) zum ersten Mal die Fahndungssendung mit Eduard „Ede“ Zimmermann in die deutschen Fernsehstuben. Österreich und die Schweiz schalteten sich erst 1968 und 1969 in die Sendung ein, „Aktenzeichen XY… ungelöst“ wurde zu einer Eurovisions-Sendung. Die Schweiz war bis 2003 dabei, Deutschland und Österreich senden das Format bis heute. Und das mit erstaunlichem Erfolg. Im Vergleich mit US-Krimi-Formaten wie „CSI – Las Vegas“ oder „How to get away with murder“ kommt die Fahndungssendung zwar immer noch behäbiger und etwas hölzern daher. Nichts desto trotz holt das Format auch heute noch gute Einschaltquoten, gerade beim jungen Publikum. Warum das so ist, hat Fernsehkritiker Philipp Walulis versucht zu erklären:

Übrigens hat die Sendung auch eine erstaunliche Aufklärungsquote. Von 4586 vorgestellten Fällen wurden 1853 mit Hilfe vom Publikum gelöst, wie das Schweizer Fernsehen ausgerechnet hat. Und weiter: insgesamt wurden 463 Schweizer Kriminalfälle bei “Aktenzeichen XY… ungelöst“ vorgestellt. Darunter waren auch einige Fälle aus der Region Basel, wie barfi.ch zu berichten weiss. Etwa der Fünffach-Mord in Seewen oder ein Kindermörder, der auch ein Opfer aus Reinach auf dem Gewissen hat. Der zweite Fall konnte aufgeklärt werden, so wie 219 weitere Fälle aus der Schweiz. Genau diesen gelösten Kriminalfällen widmet sich auch die Jubiläumsausgabe von „Aktenzeichen XY… ungelöst“, die am 15. November ausgestrahlt wird. Wir werden wieder wie damals als Kinder vor dem Fernseher sitzen. Zwar nicht heimlich, weil es es die Eltern verboten haben, dafür aber wieder mit derselben Portion Grusel wie damals.

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