Quotenerfolg trotz WM-Aus, Widerstand gegen Replay-Aus

Copyright: SRF

1,6 Millionen sehen Schweizer WM-Aus. Der Achtelfinal der Schweiz gegen Schweden an der Fussball-WM erreichte im Schweizer Fernsehen einen Marktanteil von 83,6 Prozent. Im Netz holte die Partie 753’000 Livestream-Starts über die SRF-Onlineplattformen. Auch an der Gesamt-Quotenbilanz aller WM-Achtelfinal-Spiele dürfte das SRF Freude haben. Im Durchschnitt sahen 674’000 Personen zu, der Marktanteil lag über alle Spiele gerechnet bei 45,9 Prozent. Die Livestreams holten über 27 Millionen Visits. Das bisher quotenstärkste WM-Spiel war der Schweizer WM-Auftakt. Auch hier sahen 1,6 Millionen Zuschauende die Partie zwischen der Schweiz und Brasilien, der Marktanteil lag bei 66,4 Prozent. +++

Widerstand gegen Replay-Aus. Geht es nach der zuständigen Kommission des Nationalrates, können die Zuschauer keine TV-Sendungen mehr zeitversetzt schauen. Dazu bräuchten die TV-Anbieter neu die Erlaubnis von jedem einzelnen Sender. Und müssten dafür wahrscheinlich zahlen. Weil mit Replay-TV Werbeblöcke überspult werden können, sei alleine im letzten Jahr ein Schaden von über 100 Millionen Franken entstanden, behauptet die Interessengemeinschaft Fernsehen und Radio (IRF). Eine Sprecherin der UPC zweifelt gegenüber dem Blick an diesen Zahlen. Man werde sich dafür einsetzen, dass es auch in Zukunft Replay-TV gebe. Bei der Swisscom warnt man vor den Plänen aus Bundesbern, diese würden „faktisch das Ende des Replay-TV bedeuten“. +++

Late Night Berlin“ zwei Mal pro Woche. Die bisher quotentechnisch glücklose Late Night-Show von Klaas Heufer-Umlauf soll nach der Sommerpause testweise zwei Mal pro Woche laufen. Das berichtet der Branchendienst DWDL.de. Vorerst drei Mal soll „Late Night Berlin“ ausser am Montag auch am Donnerstag gezeigt werden, direkt im Anschluss an die neuste Staffel der Castingshow „The Voice Of Germany“. +++