Radio 105: Auch Radio Energy bietet mit

2014-01-16 16.58.06
Sorgt weiter für Wirbel: der Zürcher Jugendsender Radio 105

Zürich – Sechs Interessenten haben Angebote für die Übernahme des Konkursiten Zürcher Jugendsenders Radio 105 eingereicht, das berichtet die „Schweiz am Sonntag“. Neben Roger Schawinski (Radio 1), Egon Blatter (DJ Radio) und dem Team von Joiz habe neben einer Hörergruppe und dem Portal toasted.ch auch Radio Energy ein Konzept eingereicht. Der Ringier-Sender wolle Radio 105 aber nicht weiterbetreiben, sondern die UKW-Frequenz ans Bakom zurückgeben und nur die Konkursmasse übernehmen. Roger Schawinski zeigte sich gegenüber der „Schweiz am Sonntag“ perplex. Es sei unethisch, für eine Konzession zu bieten, um damit einen Konkurrenten auszuschalten. Und Energy will laut dem Bericht der „Schweiz am Sonntag“ nicht nur die Ausrüstung von Radio 105 übernehmen, sondern auch Teile des Personals. Erste ehemalige Mitarbeiter hätten bereits bei ihm unterschrieben, erklärt Energy-Geschäftsführer Dani Büchi. Schawinski vermutet dahinter die Absicht, Radio 105 „auch personell den Todesstoss zu versetzen“. Schon am Dienstag sollen die ersten Entscheide fallen. Dann wird das Konkursamt Oerlikon-Zürich entscheiden, welches Angebot es unterstützen will. Inzwischen organisiert sich auch die Hörergruppe weiter. Via Facebook und Homepage werden immer noch Unterschriften gesammelt. Einzelne Hörer sollen sich auch Gedanken machen über einen 105-Song zum kostenpflichtigen Download, auch über Unterstützer-T-Shirts werde nachgedacht.