Replay-TV: kommt die Zwangswerbung oder ein Preisaufschlag?

Die Möglichkeit, Werbung zu überspringen, wie sie etwa von Swisscom TV oder UPC angeboten wird, stösst seit längerer Zeit bei den TV-Stationen auf Widerstand. Den Sendern würden so Millionen an Werbegeldern verloren gehen, klagen die SRG und die Privatsender. Nun lägen zwei Lösungs-Varianten auf dem Tisch, wie der Tages-Anzeiger berichtet (Artikel hinter Bezahlschranke). In der Variante 1 sollen die TV-Nutzer mehr Geld fürs TV-Abo bezahlen, je nach Abo-Modell könnte das Abo zwischen 8 bis 10 Franken pro Monat aufschlagen. Variante 2 sieht vor, das vor der Nutzung von Replay-TV der Zuschauer jeweils einen Zwangs-Werbespot schauen müsste.

Swisscom sträubt sich
Bei der Swisscom stossen diese Pläne auf wenig Gegenliebe, das zeigt ein Interview der „Schweiz am Wochenende“ mit Swisscom-Chef Urs Schaeppi. „Zwangskonsum von Werbung wird kaum funktionieren. Den Sendern muss klar sein: schalten sie zu viel Werbung, gehen die Kunden weg“. Auch die Stiftung für Konsumentenschutz warnt vor einer Abwanderung der Kundschaft zu Streaming-Anbietern wie Netflix oder Disney+. Der Nutzer würde es nicht akzeptieren, wenn er für die gleiche Leistung „auf einen Schlag ein Vielfaches“ bezahlen müsse.