Scherz lass nach: Schweizer Medien im Aprilscherz-Fieber

aprilaprilFast könnte man meinen, es existiert ein Obligatorium, am 1. April seine Hörer oder Leser aufs Korn zu nehmen. Landauf landab überbieten sich die Radiosender, Tageszeitungen und Onlineportale mit Aprilscherzen in unterschiedlicher Qualität, wie das Onlineportal Watson festgestellt und flugs ein Top- und Flop-Ranking erstellt hat. Dabei ist der Ablauf jedes Jahr ähnlich: schon am Morgen früh verbreiten die Medien ihren Aprilscherz (heutzutage vornehmlich über Twitter) und kurze Zeit später kaprizieren sie sich darauf, die Aprilscherze anderer Medien zu enttarnen und nachzuerzählen. Man liest, schmunzelt im besten Fall und das Jahr darauf beginnt der Reigen von Neuem. Jedes Jahr werden irgendwo Bauwerke/Strassen/Kreisel lustig angemalt, Skelette/Vasen/Atlantis ausgegraben oder irgendwelche „neue Gesetze oder Steuern“ eingeführt, die zwar erfunden sind, sich aber gerade noch glaubwürdig genug anhören. Radiosender verändern am 1. April auch gerne mal Sendekonzepte/Musikprogramm/Stationsnamen für einen Tag, wobei Radio 3fach in diesem Jahr die Schraube noch etwas mehr nach oben drehte und ihren „Aprilscherz“ bereits am 31. März vom Stapel liess, mit grosser, negativer Resonanz (ONLINE MEDIENNEWS berichtete).

Wer hats erfunden?
Bleibt zum die Frage, wer hat eigentlich den Aprilscherz eingeführt? Die Basler Zeitung hat sich auf Spurensuche begeben und den ältesten bekannten Aprilscherz gefunden, ausserdem den ältesten Aprilscherz mit Basler Beteiligung. Überhaupt scheint Basel ein gutes Pflaster für Aprilscherze zu sein. Die Älteren erinnern sich noch gerne an die „legendären“ Aprilscherze von Radio Basilisk in den 80er-Jahren, einige davon hat ralu.ch festgehalten. Diese Aprilscherze der Basilisken erzählt man sich in Basel auch heute gerne noch. Vielleicht sind sie auch so gut im kollektiven Gedächtnis geblieben, weil man damals noch nicht mit Aprilscherzen überhäuft wurde…