Serientipps: von Spionen, Mördern und dem Weltall

Habt ihr auch das Gefühl, eure gesamte Twitter/Facebook/Instagram-Timeline sitzt dieses Wochenende vor dem Bildschirm und bingt die neue, zweite Staffel von „Stranger Things“? Kein Wunder, die Mystery-Serie mit starkem Akzent auf die Popkultur der 80er-Jahre ist ja auch eine der meist gehypten Serien der letzten Jahre. Seit Freitag sind nun die neun neuen Folgen auf Netflix abrufbar. Und leider auch schnell wieder vorbei. Um Entzugserscheinungen vorzubeugen, habe ich euch meine Serientipps für die kalten, grauen Herbsttage zusammen getragen:

The Americans
Elizabeth, Philipp und ihre beiden Kinder sind eine typische amerikanische Vorstadtfamilie. Die Eltern arbeiten im Reisebüro, die Tochter und der Sohn gehen zur Schule. Morgens und Abends trifft man sich am Familientisch und bespricht die alltäglichen Probleme. Aber der Schein trügt: Elizabeth und Philipp sind eigentlich zwei russische Spione, die von der Sowjetunion eingeschleust wurden, um auf feindlichem Terrain zu operieren. Dumm nur, das ihr Nachbar ausgerechnet beim FBI arbeitet. „The Americans“ zeigt die spannende, aber auch gefährliche und rücksichtslose Arbeit der Geheimagenten auf beiden Seiten des Kalten Krieges. Und als Zuschauer weiss man nie so Recht, auf welcher Seite man stehen soll.

Mindhunter
Was geht in den Köpfen von Serienmördern vor? Was treibt sie zu ihrer Tat? Aus welchem Milieu stammen sie, wie sieht ihre Biographie aus? Um diese Fragen dreht sich die Netflix-Serie „Mindhunter“. Obwohl Serie hier eigentlich fast schon der falsche Begriff ist, vielmehr handelt es sich um einen 10-stündigen Film, der in 10 rund einstündige Episoden aufgeteilt wurde. „Mindhunter“ dreht sich um eine Gruppe von FBI-Agenten, die Ende der 70er-Jahre Serienmördern mit Psychologie auf die Spur kommen wollen. Dabei treffen sie auf erheblichen Widerstand. Die Serie stammt unter anderem aus der Feder von David Fincher. Und das merkt man „Mindhunter“ deutlich an. Stellenweise war ich sehr an Finchers Spielfilm „Zodiac – die Spur des Killers“ erinnert. Nicht das schlechteste Urteil für eine Serie.

Unser Cosmos – die Reise geht weiter
Ich bin vom Weltall total fasziniert, verstehe aber leider viel zu wenig davon. Wenn es euch ähnlich geht, kann ich euch nur die Wissenschafts-Serie „Cosmos“ mit Neil deGrasse Tyson empfehlen. In 13 Folgen versucht der charismatische Wissenschaftler, uns das Weltall und die Entstehung der Erde zu erklären. Aber nicht staubtrocken, wie es vielleicht ein/e mache/r von uns in der Schule erleben musste, sondern hochspannend und empathisch mit allen Möglichkeiten der modernen Erzählung. Ein Indiz, dass „Cosmos“ alles andere als schulmeisterlich daher kommt, ist sicher auch der Produzent der Sendung – Seth MacFarlane, seines Zeichens Schöpfer der  Zeichentrickserien „Family Guy“ und „American Dad“.

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