Sparkurs: SRF streicht 102 Stellen und die “Swiss Awards”

tvbildschirmblau2Jetzt ist klar, wo das Schweizer Fernsehen den Rotstift ansetzt. Rund 102 Stellen vor allem bei Technik und Support werden gestrichen. Durch Fluktuation, Pensenreduktionen und vorzeitige Pensionierungen soll die Zahl der Kündigungen bei SRF und tpc möglichst tief gehalten werden, heisst es in einer Mitteilung. Aber auch im Programm wird der Gürtel enger geschnallt. Die aufwändige Preisverleihung „Swiss Award“ im Zürcher Hallenstadion wird im Januar 2016 zum letzten Mal ausgestrahlt. Ausserdem müssen die SRF-Sendungen „Puls“, „Einstein“, „sportlounge“, „sportaktuell“, „Aeschbacher“ und „Kulturplatz“ Kürzungen in Kauf nehmen. Hier würden pro Jahr jeweils sechs Sendungen weniger produziert. Auch die Samstagabend-Unterhaltung muss Federn lassen. Hier würden künftig weniger eigenproduzierte Shows zu sehen sein.

Mediengewerkschaft protestiert
Die Sparmassnahmen des SRF lösen bei der Mediengewerkschaft SSM alles andere als Freude aus. Sie senden eine öffentliche Protestnote an SRG-Generaldirektor Roger de Weck und Verwaltungsratspräsident Viktor Baumeler. Es sei fast nicht zu glauben, dass keine der über 400 Vorschläge aus dem Konsultationsverfahren zu einer Reduktion des Stellenabbaus geführt habe. Beim SSM sei der Eindruck entstanden, „dass die Entscheide bereits vor dem Konsultationsverfahren gefallen seien“ und das Verfahren eine „reine Alibiübung“ sei. Dies könne die Gewerkschaft mit geleakten Unterlagen belegen, die seit September vorlägen und genau die Abbaupläne skizziere, die nun angekündet worden seien. Das SRF handle „kurzfristig“ und „mutlos“. Die SRG-Führung wird aufgefordert, ihre Entscheide nochmals zu überdenken.

Dieser Beitrag wurde unter Fernsehen abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.