SRF vollzieht Namenswechsel mit Nebengeräuschen

Zürich-Leutschenbach – In den frühen Morgenstunden zwischen 5 und 7 Uhr ist der Wechsel fast unbemerkt von der Öffentlichkeit vollzogen worden: SF 1 heisst jetzt SRF 1, SFzwei wird zu SRFzwei und auch die DRS-Radiosender nennen sich seit Sonntagmorgen Radio SRF. Auf der neuen gemeinsamen Homepage dokumentieren die Radiomacher des dritten Programms etwa den Wechsel von DRS 3 zu SRF 3. Der Wechsel sei ohne grössere Pannen über die Bühne gegangen, schreiben SRF-Mitarbeiter über Twitter und Facebook. Es gibt auch kritische Stimmen im Internet, die etwa den Verlust der Traditionsmarke DRS 3 bedauern oder die über die neuen, komplizierten Wort-Kombinationen der SRF-Stationen spötteln. Einer der Verantwortlichen für den Zusammenschluss von Radio und Fernsehen im Internet hat diesen Wechsel nicht mehr mitbekommen: Daniel Schmid, Verantwortlicher für den gemeinsamen Web-Auftritt von Radio und TV ist vor zehn Tagen freigestellt worden, berichtet die NZZ am Sonntag. Der SRF-Sprecher Marco Meroni erklärt, Schmid habe sich „aus persönlichen Gründen entschieden, von seinem Amt zurückzutreten“. Die NZZ am Sonntag zitiert Beobachter am Leutschenbach, diese vermuten, Schmid könnte von den unterschiedlichen Vorstellungen von TV-Chefredaktor Diego Yanez und Radio-Chefredaktorin Lis Borner „aufgerieben worden sein“.