Stellenabbau bei der Basler Zeitung

Basel – Bei der Basler Zeitung werden acht Journalisten entlassen. Das teilt die BaZ in wenigen dürren Zeilen auf ihrer Internetseite mit. Es werde ein Sozialplan zum tragen kommen, heisst es weiter. Bereits am Sonntag vermutete die NZZ am Sonntag einen Aderlass in der Redaktion. Der Tages-Anzeiger schrieb am Montag, bereits am Freitag sei den Ressortleitern mitgeteilt worden, wer entlassen werden müsse. Ausserdem reicht die BaZ-kritische Gruppierung „Rettet Basel!“ um Schriftsteller Guy Krneta eine Beschwerdeschrift an den Presserat ein. Die BaZ soll ihre Besitzverhältnisse offen legen. Gleiches fordert die Gruppe in einem offenen Brief an BaZ-Chef Moritz Suter. Dort heisst es: „Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner von Rettet Basel! …  fordern Sie auf, im Interesse der Basler Zeitung, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BZM, der Leserinnen und Leser sowie der Basler Bevölkerung bekannt zu geben, wer Ihre Kreditgeber sind und welche Absichten diese mit der Basler Zeitung verfolgen.“ Ausserdem will Guy Krneta Unterschriften sammeln für eine Petition, die Medienbetriebe zur Transparenz bei Besitzerwechseln verpflichten soll. Die entsprechende Internetseite medientransparenz.ch habe sich Krneta bereits sichern lassen, berichtet der Tages-Anzeiger weiter. Online Reports berichtete bereits am letzten Freitag über weitere Pläne der BaZ-Besitzer. Diese würden den Zusammenschluss mit Peter Wanner und der AZ-Gruppe suchen. Resultat sei ein regionales BaZ-Kopfblatt, angereichert mit einem nationalen Mantel, wie es schon bei der Basellandschaftlichen Zeitung BZ der Fall ist. Der gesamte Artikel dazu findet sich hier. (Weitere Links: Artikel vom Tages-Anzeiger, persoenlich.com, NZZ am Sonntag, Rettet Basel!)

2 Replies to “Stellenabbau bei der Basler Zeitung”

  1. Der zunehmende Berlusconismus in der Presse (nicht nur dort!) bedroht die geistigen Wurzeln der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Es ist uns Alten, wie wenn da irgendwo eine Wiedergeburt von Joseph Goebbels am Werke sei.

  2. Alle aufgeregten Kommentare übersehen, dass es immer noch um Besitz geht, genauer um Aktienbesitz. Und wer besitzt, bestimmt. Urbaslerisch diskret wurde hier wieder einmal gemischelt und die Öffentlichkeit wird an der Nase herumgeführt. http://baslerzeitung.wordpress.com/ hat dies endlich erkannt. Man nehme sich ein Beispiel und analysiere scharf, statt rumzuspekulieren.