TeleZüri-Chef Markus Gilli sauer aufs SRF

Markus Gilli, der Chef des Zürcher Privatsenders TeleZüri ist sauer auf das Schweizer Fernsehen. Grund ist die Meldung über den Rücktritt von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. TeleZüri vermeldete den Rücktritt am Montag vor einer Woche vor allen anderen Schweizer Medien. Die gängige Praxis bei einem sogenannten „Primeur“ ist, die Quelle zu nennen. Was auch im Fall Schneider-Ammann fast alle Medien taten, ausser das Schweizer Fernsehen. Die Tagesschau sprach von „den Medien“ anstatt TeleZüri zu nennen. Das bringt TeleZüri-Chef Markus Gilli in Rage, wie der Blick berichtet. Er setze „grosse Fragezeichen“ hinter die journalistische Verantwortung der SRG. Man berichte nur, wenn offizielle Regierungsstellen verlautbaren würden. Recherchen anderer Medien würden bei den SRG-Journalisten „im Papierkorb“ landen. Das SRF selbst kommentiert die Vorwürfe kurz und knapp mit dem Argument, auch andere Medien hätten über den bevorstehenden Rücktritt Schneider-Ammanns berichtet, deshalb habe man von „den Medien“ gesprochen.