Terror in Paris: Hat das SRF zu spät reagiert?

blackWährend am Freitagabend die deutschen Sender in Sondersendungen von den Attentaten in Paris berichteten, habe das Schweizer Fernsehen das normale TV-Programm abgespult und so das Informationsbedürfnis der Zuschauer nicht befriedigt. Diese Vorwürfe richtet Reinhold Weber im Magazin Kult an die Adresse von SRG-Generaldirektor Roger de Weck. “Terroranschläge? Nix da. Fand bei SRF nicht statt“, schreibt er und fordert die Absetzung von Programmdirektor Ruedi Matter: „Schick ihn in die Wüste oder dorthin, wo der Pfeffer wächst.“ Dass das Informationsbedürfnis der Zuschauer auch jetzt noch gross ist, zeigen die Einschaltquoten vom Sonntag. Die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF erreichten teilweise bis zu 9 Millionen Zuschauer. Auch die Schweigeminute heute um 12 Uhr verpasste das Schweizer Fernsehen. ARD, ZDF, n-tv und N24 übertrugen die Schweigeminute für die Opfer der Pariser Terroranschläge live, Radiosender wie 1LIVE unterbrachen ihr Programm für eine Minute. Auch hier lief auf SRF 1 und SRF zwei das normale Werktagsprogramm.

Comedians reagieren mit Wut
Langsam finden auch die Satiriker und Comedians ihre Sprache wieder. Zum Glück! Viktor Giacobbo und Mike Müller stellten die SRF-Satiresendung „Giacobbo/Müller“ um und starteten mit einer Gesprächsrunde, in der die Attentate von Paris zur Sprache kamen. Eine deutliche Sprache fand Comedian John Oliver in seiner Late Night-Show „Last Week with John Oliver“. Er liess eine veritable Schimpftirade auf die Terroristen von Paris prasseln.

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