Wirbel um gestoppte Crowdfunding-Aktion von “No Billag”

billagDrei Tage nach dem Start müssen die „No Billag“-Initianten eine Geldsammelaktion auf der Plattform „Wemakeit“ bereits wieder abbrechen. Die Betreiber der Plattform hatten der Crowdfunding-Aktion den Stecker gezogen. Die „No Billag“-Initiative sei „staatspolitisch gefährlich” und man wolle dieser „auf keinen Fall eine Plattform bieten“. Sie sei „für den Zusammenhalt des Landes und für die regionale Medienvielfalt verheerend“, schreibt „Wemakeit“ in einer Mitteilung via Twitter.
Die bisher gesammelten 11’500 Franken werden an die rund 170 Spenderinnen und Spender zurück gegeben. Johannes Gees, Partner bei „Wemakeit“ erklärt gegenüber 20 Minuten, ihr Vorgehen sei „als privates Unternehmen völlig legitim“. Als Verfechter der privaten Initiativen hätten die „No Billag“-Befürworter sicherlich Verständnis dafür.

Kessler spricht von “Sabotage”
„No Billag“-Initiant Oliver Kessler spricht im Blick von „Sabotage“. Es sei ein „Akt der Willkür und ein Affront gegenüber den 170 Personen, die bereits gespendet haben“. Und Kessler doppelt nach: „Von einer Schweizer Firma hätten wir ein besseres Verständnis für die Funktionsweise der direkten Demokratie erwartet“. Man suche nun nach einer anderen technischen Lösung für das Crowdfunding. Die Sympathisanten sollen in der Zwischenzeit via PayPal oder Banküberweisung spenden.

Mehrheit für Nein bei Tagi-Umfrage
Doch das abgewürgte Crowdfunding ist nicht die einzige schlechte Nachricht heute für die „No Billag“-Befürworter. Eine Umfrage des Tages-Anzeigers bei rund 4000 Online-Leserinnen und Lesern zeigt: 58,3 Prozent der Befragten lehnt die „No Billag“-Initiative ab. Weitere 12,4 Prozent stimmen ebenfalls Nein, obwohl sie in vielen Punkten nicht mit der SRG einverstanden seien.

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