„Würdiges Ende“, „völlig egal“: Reaktionen zum TagesWoche-Aus

Die Meldung über das Aus der TagesWoche stösst auf ein grosses Echo in der Basler Medienszene. Zu den Worten des Bedauerns mischt sich auch Kritik. Matthias Zehnder vergleicht in seinem Blog das Ende der TagesWoche mit der „Todesnachricht eines Menschen“. Man habe schon lange gewusst, das er krank sei, trotzdem sei die Nachricht des Todes „ein Schock“. Das Blatt werde eine Lücke hinterlassen, trotzdem sei die TagesWoche „den allermeisten Menschen in und um Basel völlig egal geblieben“Manfred Messmer bläst auf seinem Blog „Arlesheim reloaded“ ins gleiche Horn: „Es sind ja vor allem Journis, die der TagesWoche nachtrauern. Aber sonst wer?“ Und er schreibt weiter: „Die TagesWoche hatte von allem Anfang an ein Geschäftsmodell, das in einer Marktwirtschaft auf Dauer nun mal nicht funktioniert“. Das Magazin hätte schon 2013 eingestellt werden müssen, „wäre da nicht das viele Geld einer Basler Multimillionärin gewesen, plus ihr Dunstkreis“, ist Messmer überzeugt.

„Eine Fantasterei“
Peter Knechtli urteilt im Online Reports, das „euphorisch gefeierte ‚Hybrid-Modell“ der TagesWoche sei „eine Fantasterei“ gewesen, „die weder formal noch inhaltlich und finanziell Früchte tragen konnte“. Die Personalpolitik sei „teilweise verheerend“ gewesen, der „Niedergang war seit längerem absehbar“. Christian Mensch kommentiert in der BZ Basel, die TagesWoche habe endlich „verantwortliches Handeln“ gezeigt. Man ziehe den Stecker, solang noch Geld da sei, um den Mitarbeitenden einen „anständigen Abgang“ zu ermöglichen. Ein würdiges Ende, so Mensch.

Auch auf Twitter wird das Ende der TagesWoche heiss diskutiert: