Zweikampf um Stiftungsgelder für neues Basler Medienprojekt

Die erste Ausgabe der TagesWoche 2011

Nach dem Aus im November wollen nun gleich zwei Projekte das Erbe der TagesWoche antreten oder zumindest deren Geldquelle der Stiftung für Medienvielfalt anzapfen. Das berichtet das SRF Regionaljournal Basel Baselland. Die Stiftung hatte nach dem Ende der TagesWoche in Aussicht gestellt, ein neues Medienprojekt mit einer Million Franken pro Jahr unterstützen zu wollen. Auf der einen Seite sind fünf ehemalige Mitarbeitende der TagesWoche. Darunter Sibylle Schürch, ehemalige Geschäftsführerin der TagesWoche. Sie wollten ein Medium, das „Slow Food statt Fast Food“ serviere. Ob das Produkt im Internet oder in einer gedruckten Zeitung erscheine, sei zweitrangig. Man wolle sich durch die Stiftungsgelder, aber auch mit Abos und Werbung finanzieren.

Als ob der FCB mit dem FCZ fusionieren würde
Auf der anderen Seite bewirbt sich eine überraschende Gruppierung um die Stiftungsgelder. Guy Krneta, Gründer von „Rettet Basel“, hat sich mit Medienexperte Matthias Zehnder und Watson-Gründer Hansi Voigt zusammen getan. Ihr Plan sei eine Plattform für Basel mit News und Kulturberichten. Ihr Projekt solle sich durch Stiftungsgelder finanzieren. So sei man nicht auf den Werbemarkt angewiesen, wo es nur um Klicks und Reichweite gehe, so Zehnder. Eine Zusammenarbeit der beiden Projekte ist aus Sicht von Sybille Schürch unmöglich. Das sei, als frage man, „ob der FCB mit dem FCZ fusionieren möchte“.