Zweite “No Billag”-Umfrage zeigt: Mehrheit bleibt bei “Ja”

billagDie erste Umfrage Anfangs Dezember sorgte für besorgte Gesichter bei der SRG und ihren Befürwortern. Eine Umfrage im Auftrag der SonntagsZeitung ergab damals: 57 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger würde die „No Billag“-Initiative annehmen. Nur 34 Prozent hatten damals vor, ein Nein in die Urne zu legen. Ein Resultat, das damals viel Staub aufwirbelte. Das „No Billag“-Lager sah sich gestärkt und die Gegner der Initiative warfen der Umfrage vor, ungenau zu sein. Personen über 65 Jahre und das Tessin seien nicht berücksichtigt worden. Ausserdem schaltete sich Operation Libero in den Abstimmungskampf ein und konnte erst gestern verkünden, inzwischen eine halbe Million Franken an Spendengeldern gesammelt zu haben.

Zweite Umfrage bestätigt Trend
Heute hat die SonntagsZeitung ihre zweite Umfrage veröffentlicht. Diese zeigt, die „No Billag“-Initiative würde derzeit immer noch von 56,6 Prozent des Stimmvolkes angenommen werden. Einziger Wermutstropfen für das Pro-SRG-Lager. Der Nein-Stimmen-Anteil wuchs von 34 auf 38 Prozent. Allerdings konnten nur bisher Unentschlossene überzeugt werden. Die Ja-Stimmenden blieben bei ihrem Urteil. Die Umfrage-Macher betonen ausserdem, diesmal sei auch die Altersgruppe der 66 bis 75-Jährigen berücksichtigt worden. Das Tessin wurde offenbar aber auch bei der zweiten Umfrage nicht mit einbezogen.

Böses Erwachen bei der SRG?
Was den SRG-Befürwortern besonders zu denken geben sollte: 68 Prozent der Befragten glaubt nicht, das bei einem Ja zur „No Billag“-Initiative die SRG den Betrieb einstellen muss. Mit dem Wegfall der Billag würde sich kaum etwas ändern in der Schweizer Radio- und TV-Landschaft. Mit anderen Worten: die SRG-Befürworter müss(t)en noch viel Überzeugungsarbeit leisten, damit es für sie am 4. März kein böses Erwachen gibt.

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